Stolpersteine erinnern an die Familien Edelmann und Kusserow

Am 24. Juni 2020 war es endlich soweit, dass der Künstler Günter Demnig weitere 16 Stolpersteine in Bad Lippspringe setzen konnte. Sie erinnern an die Familie Edelmann, die früher in der Arminiusstraße wohnte und an die Familie Kusserow, die in der Detmolder Straße wohnte.

Vor der Verlegung gab es auf dem Rathausplatz eine kleine Feierstunde, an der auch Nachkommen der Familien teilnahmen. Am Abend hielt der Künstler einen Vortrag über seine Arbeit in der Martinskirche.

Stolpersteine 2020
Verlegeaktion in der Detmiolder Straße.
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Das Westfälische Volksblatt veröffentliche am 25. Juni einen ausführlichen Bericht über die Aktion.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite „Stolpersteine-Bad-Lippspringe.de“

Über das Schicksal der Familie Kusserow berichtet Hans W. Kusserow ausführlich in dem Buch „Der lila Winkel“. (ISBN 978-3891442517).

Upps! Wir haben was vergessen!

Vor 575 Jahren wurden Bad Lippspringe die Stadtrechte verliehen. Ein Jubiläum, das wir diesmal glatt verschlafen haben. Naja, jetzt in den Corona-Zeiten hätten wir es ohnehin nicht feiern können. Aber schön, dass die Zeitung „Westfalenblatt“ daran erinnert. Und 1843 hatte Lippspringe dann die Stadtrechte ja auch wieder verloren, denn in Preußen musste man damals mindestens 2500 Einwohner haben, um die Stdatrechte behalen zu können. Erst am 8. Februar 1921 bekam Bad Lippspringe dann wieder die Stadtrechte zurück.

Und das Hundertjährige Jubiläum dieses Tages werden wir 2021 hoffentlich feiern können. Versprochen!

Bilder der Grünkohlwanderung

Grünkohl-Wanderung-2020
Start an der Lippequelle
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Am 29. Februar wanderten die Bad Lippspringer Heimatfreunde von der Lippequelle bis zum Gasthof Sibille Ostmann in Schlangen. Unterwegs gab es viele naturkundliche und historische Erläuterungen durch Herbert Gruber, den stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins Bad Lippspringe und von Heinz Kriete vom Heimat- und Verkehrsverein Schlangen.

Von der Lippequelle an der Burgruine ging es entlang des Thunebachs, vorbei an den Dedinger Heide Seen und des letzten verbliebenen historischen Flöthgrabens zum Gasthof Sibille in der Ortsmitte Schlangen.

Zweimal überflogen Kraniche, die „Vögel des Glücks“, auf ihrem Weg in den Norden die Gruppe. Und so konnte man am Ende nach zweistündiger Wanderung tatsächlich trockenen Fußes den Gasthof erreichen und dort den hervorragend schmeckenden Grünkohl richtig genießen.

29. Februar: Grünkohlwanderung

Am Dienstag, den 11. Februar, fand im Kleinkunstsaal der Kongresshalle die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins statt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

In diesem Jahr findet am 29. Februar wieder die „Grünkohlwanderung“ statt. Sie beginnt um 15 Uhr an der Lippequelle. Gewandert wird dann zuerst an der renaturierten Thune entlang zum Dedinger Heide See. Dort wird kurz Halt gemacht, um mit Peter Rüther, Leiter der Biologischen Station Paderborn-Senne und Mitgliedern des Schlänger Heimatvereins zu diskutieren, wie in diesem Gebiet der letzte „Flöthgräben“ erhalten werden kann. Anschließend geht es weiter zum Grünkohlessen im „Gasthof Sibille-Ostmann“ in Schlangen. Die Rückfahrt kann dann bequem mit den öffentlichen Bussen erfolgen. Die Kosten für die Wanderung (inkl. Wanderverpflegung) und das Grünkohlessen betragen 15 Euro. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Für 25jährige Mitgliedschaft im Heimatverein wurden Antonius Fischer (vorne links), Hans-Christian Schall (2.Reihe links) und Ulrich Thiele (vorne rechts) durch Willi Hennemeyer (2. Reihe rechts) geehrt.
Zum letzten Mal in seiner Rolle als Bürgermeister dabei: Andreas Bee (ganz rechts). In seinem Grußwort bedankte er sich für die in allen Jahren konstruktive Zusammenarbeit mit dem Heimatverein. Er lobte insbesondere die Aktionen zur Reinigung der Lippequelle, die auch in 2020 wieder geplant sind. Trotz aller Diskussionen mit dem „Wasserverband“ ist aus seiner Sicht die Zukunft der Lippequelle gesichert. Außerdem ging er auf die Zukunft des Feuerwehrgerätehaus ein (wegen der gestiegenen Einwohnerzahl Bad Lippspringes auf über 17.000 muss zunächst der „Feuerwehrbedarfsplan“ überarbeitet werden) und die notwendigen Sanierungsarbeiten am Freibad.

Fritz Möller, Vorsitzender des „Fördervereins Gartenschau“ kündigte an, dass am 20. Juni 2020 eine Fahrt zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort geplant wird. Außerdem gibt es vom 14.-16. August eine Fahrt in die Bad Lippspringer Partnerstadt Templin.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Willi Hennemeyer, wies in seinem Bericht auf die verschiedensten Aktivitäten des letzten Jahres hin, wie z.B. die Teilnahme am Heimatgebietstag, die Stolperstein-Aktion, das Pflanzen eines Maulbeerbaumes und weiteres. Ausdrücklich bedankte er sich bei all den Aktiven des Vereins: im Museum, bei den Veranstaltungen, im Vorstand, bei der Erstellung der Zeitschrift „wo die Lippe springt“ und vielen anderen Gelegenheiten.

Vom Heimatverein wird für den Sommer ebenfalls eine Kulturfahrt geplant. In der Versammlung wurden als Ziele angeregt die Lippe-Mündung bei Wesel, Bad Bentheim oder Schloß Corvey mit Kloster Brenkhausen. Mögliche Termine wären hier der 13. oder 27. Juni. Sobald der Vorstand die Details dieser Kulturfahrt geklärt hat, wird auf dieser Webseite dazu eingeladen werden.

Weitere geplante Termine: Am 18. April soll auf dem Schützenplatz zum „Tag des Baumes“ ene Robinie (Baum des Jahres 2020) gepflanzt werden. Für den 24. Mai wird eine Frühlingswanderung vom Dedinger Heide See zum Bauernkamp geplant. Und am 6. September soll ein Treffen der Naturschutz-AG des Heimatvereins stattfinden.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Einladung zur Mitgliederversammlung für das Jahr 2019 am Dienstag, 11. Februar 2020 um 19:30 Uhr im Kleinkunstraum des Kongresshauses

Tagesordnung:

P. 1 Begrüßung der Mitglieder und Gäste durch den 1. Vorsitzenden und Feststellung der form- und fristgerechten Einladung

– Pause für einen kleinen Imbiss –

P. 2   Gedenken der im Jahr 2019/2020 verstorbenen Heimatfreundinnen und Heimatfreunde

P. 3 Protokoll der Mitgliederversammlung für das Jahr 2018

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2018 liegt Ihnen wie 2013 beschlossen schriftlich vor.

P. 4   Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Willi Hennemeyer

P. 5 Bericht des Geschäftsführers und Schatzmeisters Günter Schulte

P. 6 Bericht des Kassenprüfers Heinrich Heggemann / Udo Fröhlich

P. 7 Entlastung des Vorstandes

P. 8 Wahlen: Einer /eines Kassenprüferin / Kassenprüfers

P. 9 Ehrung unserer langjährigen Mitglieder für ihre 25 jährige Treue.

P. 10 Grußworte unserer Gäste

P. 11 Anregungen und Fragen unserer Mitglieder sowie Termine und Sonstiges.

Anträge an die Mitgliederversammlung müssen spätestens 8 Tage vorher schriftlich beim Vorstand eingegangen sein.

W. Hennemeyer Vorsitzender

„wo die Lippe springt“ Nr. 82

Die 82. Ausgabe unserer Vereinszeitschrift „wo die Lippe springt“ ist fertig und wird in diesem Monat an unsere Mitglieder verteilt. Außerdem wird die Zeitschrift im Rathaus und ausgewählten Geschäften erhältlich sein.

Titelseite von Heft 82

Im Heft finden sich wieder spannende Artikel zur Geschichte und Gegenwart von Bad Lippspringen und Schlangen.

Zum Beispiel schreibt Christian Starre über die alte Lippspringer Handwerksfamilie Willeke, Klaus Karenfeld berichtet über Probleme in unseren Wäldern durch Sturm und Borkenkäfer oder Joachim Hanewinkel über den ehemaligen jüdischen Friedhof in unserer Stadt, an den jetzt eine Gedenktafel erinnert. Außerdem enthält die Zeitschrift die Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung am 11. Februar 2020 um 19:30 Uhr im Kleinkunstraum des Kongresshaus.

Ältere Ausgaben unserer Zeitschrift können Sie sich als pdf-Dokument kostenlos von unserer „Download-Seite“ herunterladen.

Gedenkveranstaltung am 9. November 2019

Plakat zur Gedenkveranstaltung am 9. November 2019

Am Samstag, den 9. November 2019, findet um 14:00 Uhr die Gedenkveranstaltung an der Kurparkstraße (am Gedenkstein, Nähe Wasserspielplatz am Jordan) statt; es soll an die Geschehnisse der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 erinnert werden, die nun 81 Jahre zurückliegen.

Der Gedenkstein am Jordanpark trägt folgende Worte: „Dieser Stein steht zur Erinnerung an die Lippspringer jüdischen Glaubens denen Rassenwahn und Gewalt Heimat und Leben genommen haben.“

In Bad Lippspringe mussten jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem Jahr 1933 Ausgrenzung und Entwürdigung erleiden. So wurden damals die jüdischen Familien Abrahams, Edelmann, Levy, Lorch, Meyer und Naumann massiv drangsaliert und etliche Familienmitglieder wurden deportiert und in Konzentrationslagern getötet (zur Erinnerung an eine dieser betroffenen Frauen ist bekanntlich ein Straßenname benannt worden, der Clara-Lorch-Weg).

Im Zeichen des Gedenkens ist es nach wie vor bedeutsam, die individuellen Schicksale aus der Anonymität hervorzuholen und die Namen der betroffenen Menschen in Erinnerung zu rufen. Es ist eine gemeinsame öffentliche Aktion vor Ort gegen das Vergessen.

Die Gedenkveranstaltung am 9. November 2019 ist auch im Zusammenhang mit folgenden Aktivitäten zu sehen: Seit März 2018 ist die Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Bad Lippspringe“ in der Badestadt aktiv und möchte mit der Verlegung von kleinen aus Messing gefertigten Gedenktafeln weiter die Aufarbeitung und Dokumentation der menschenverachtenden Geschehnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus unterstützen. Jeder dieser Steine soll einem Menschen gewidmet sein, der Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden ist.  

Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Gedenkstein. Gegen 14:30 Uhr beginnt die Vorführung des Films von der Stolpersteinverlegung vom 10.07.2019 (Odins Kino). Abschließend erfolgt gegen 15:00 Uhr ein gemeinsamer Gang zu den Stolpersteinen.

125 Jahre Spar- und Darlehnskasse Schlangen

Am 8.April 1894 gründeten 74 Bürger aus Schlangen, Haustenbeck, Kohlstädt, Oesterholz und Bad Lippspringe den „Schlangener Spar- und Darlehnskassenverein, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht“, die heutige Volksbank Schlangen. Zum 125-jährigen Jubiläum gibt es dazu eine kleine Ausstellung, die noch bis Montag, den 4. November, in der Geschäftsstelle Schlangen besichtigt werden kann. Der Heimatverein wird voraussichtlich in der nächsten Ausgabe seiner Zeitschrift „wo die Lippe springt“ über die Ausstellung und die Geschichte der Bank ausführlich berichten.

Schautafel zur Gründung der Spar- nd Darlehnskasse Schlangen am 8. April 1894.
Erinnerung an die Gründung im Jahr 1894.
Gasthof Koch, erste Geschäftsstelle der Spar- und Darlehnskasse Schlangen.
Die ersten Bankgeschäfte wurden im Gasthof Koch abgewickelt. Hier musste man sich entscheiden, ob man lieber 40% an der Theke konsumieren wollte oder einfach nur 4% Zinsen mitnehmen wollte.

Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Übergabe der neuen Tafel am Standort des ehemaligen jüdischen Friedhofs an die Öffentlichkeit.

Die neue Tafel steht seit Freitag, dem 6. September 2019, am Ende der Fußgängerzone, Ecke zur Lindenstraße, kurz vor der Touristeninformation mit dem Eingang zum Gartenschaugelände. Damit wird ein weiteres Element der Erinnerungskultur in Bad Lippspringe installiert. In ersten Gesprächen vor Ort gab es positive Rückmeldungen von Passanten. Es zeigte sich in den Gesprächen auch, dass es vielfach nicht mehr bekannt war, dass an dieser Stelle einmal der jüdische Friedhof existiert hatte. Die Installation dieser Info-Tafel steht auch im Zusammenhang mit der Verlegung der Stolpersteine in der Badestadt.

Tafel mit Bild und Beschreibung

40 Jahre Martinstift

Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Lippspringe unterhält seit dem 01. Oktober 1979 das ev. Altenzentrum Martinstift an der Mühlenflößstraße 19 in Bad Lippspringe. Dieses kleine Jubiläum wird am 6. und 7. September 2019 kräftig gefeiert. Die Geschichte des Martinstift als evangelische Einrichtung in Bad Lippspringe ist jedoch schon viel älter. 1917 wurde das erste „Martinstift“ von der Evangelischen Kirche als Krankenhaus in Bad Lippspringe gegründet. Es war damals und in den Folgejahren eine von vielen kirchlichen Heileinrichtungen in unserem Kurort.

Hier ein Bild aus den dreißiger Jahren:

Martinstift in der Mühlenflößstraße, Frontansicht von der Jahnstraße her gesehen (ca. 1930)

Seit dieser Zeit ist das Gebäude vielfach verändert und erneuert worden, seit 1979 fungiert es auch nicht mehr als Krankenhaus, sondern als modernes Alten- und Pflegeheim. Heute ist das Martinstift organisatorisch eine gemeinnützige GmbH mit der evangelischen Kirchengemeinde als alleinigem Gesellschafter. Wenn Sie sich selbst ein aktuelles Bild des Hauses machen wollen, schauen Sie doch einfach auf der Webseite des Martinstift vorbei, oder kommen Sie zu den Jubiläumsfeiern: Am Freitag, den 6. September ab 17 Uhr mit einem „Musik-Tattoo“, einem Sternmarsch regionaler Blaskapellen oder zum „Tag der offenen Tür“ am Samstag, den 7. September ab 14 Uhr mit Hausführungen, Musikdarbietungen, Kinderbetreuung, Kaffee und Kuchen.