Gedenkveranstaltung

Am Sonntag, den 9. November 2025, findet um 19:00 Uhr am Gedenkstein in der Kurparkstraße (Nähe Wasserspielplatz am Jordan) eine Gedenkveranstaltung an die Judenpogrome statt. Es soll an die Geschehnisse in der Reichspogromnacht 1938 erinnert werden, die nun 87 Jahre zurück liegt. Wegen des Martinsumzug, der ebenfalls im Kurpark stattfindet, beginnt die Gedenkfeier in diesem Jahr eine Stunde später als in den vergangenen Jahren üblich.

In Bad Lippspringe mussten jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem Jahr 1933 Ausgrenzung und Entwürdigung erleiden. So wurden damals die jüdischen Familien Abrahams, Edelmann, Levy, Lorch, Meyer und Naumann massiv drangsaliert. Etliche Familienmitglieder wurden deportiert und in Konzentationslagern getötet. Zur Erinnerung an eine der betroffenen Frauen ist bekanntlich eine Straße benannt worden: der Clara-Lorch-Weg.

Im Zeichen des Gedenkens ist es nach wie vor bedeutsam, die individuellen Schicksale aus der Anonymität hervorzuholen und die Namen der betroffenen Menschen in Erinnerung zu rufen. Es ist eine gemeinsame öffentliche Aktion vor Ort gegen das Vergessen. Verschiedene Nachfahren der damals betroffenen Familien haben inzwischen wieder unsere Stadt besucht, haben nach Spuren ihrer Vorfahren gesucht und sich dankbar gezeigt, dass in unserer Stadt die „Erinnerungskultur“ lebendig ist.

Der Gedenkstein am Jordanpark trägt folgende Worte: „Dieser Stein steht zur Erinnerung an die Lippspringer jüdischen Glaubens denen Rassenwahn und Gewalt Heimat und Leben genommen haben.“

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Bad Lippspringe

Am Samstag, den 4. Mai 2024, von 15.00-16.30 Uhr laden Christian Starre und Joachim Hanewinkel ein zu einem Rundgang durch unsere Stadt. Treffpunkt ist die Lippequelle in Bad Lippspringe. Der Rundgang ist eine weitere Veranstaltung im Rahmen unserer Kooperation mit der Volkshochschule Bad Lippspringe aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Heimatvereins.

Im Stadtgebiet von Bad Lippspringe gibt es nach wie vor Spuren jüdischen Lebens, die im Rahmen eines Rundganges erkundet werden. Seit dem frühen 19. Jahrhundert lebte eine kleine Gemeinschaft jüdischer Familien in der Badestadt. An ausgewählten Örtlichkeiten innerhalb des Stadtgebietes werden die Lebensläufe sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse von Jüdinnen und Juden vorgestellt. Die damaligen Standorte der Synagoge sowie des jüdischen Friedhofs werden aufgesucht. Ziel dieses Rundganges soll es auch sein, deutlich zu machen: „Sie waren unsere Nachbarn.“ Mit Blick auf ausgewählte „Stolpersteine wird an das Schicksal von Jüdinnen und Juden unter der NS-Diktatur 1933-1945 erinnert.

Die Veranstaltung ist entgeltfrei.

Anlässlich des 50.Jahrestages der Pogromnacht wurde am Eingang zum Jordanpark an der Kurparkpromenade ein Gedenkstein gesetzt, der folgende Worte trägt: „Dieser Stein steht zur Erinnerung an die Lippspringer jüdischen Glaubens, denen Rassenwahn und Gewalt, Heimat und Leben genommen haben.“

Besichtigung der jüdischen Synagoge in Paderborn

Die Mitglieder und Freunde des Heimatvereins Bad Lippspringe sind herzlich eingeladen, die jüdische Synagoge in Paderborn zu besichtigen.

Die Führung durch die Synagoge findet am Donnerstag, den 1. Dezember um 19:30 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Eingang der Synagoge in Paderborn, Pipinstraße 32.

Wir werden geführt von Frau Schrader-Bewermeier, Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Die Führung selbst dauert wahrscheinlich ca. eine Stunde.

Wir bitten um individuelle Anreise mit dem eigenen PKW oder öffentlichem Verkehrsmittel, zum Beispiel mit dem Bus um 18:39 Uhr (ab Schützenplatz Bad Lippspringe) bis zum Westerntor Paderborn (Ankunft 19:12 Uhr) und dann noch wenige Minuten zu Fuß zur Pipinstraße.

Fotos der Lippspringer Synagoge gesucht

Der Heimatverein richtet folgenden Aufruf an seine freundliche Leserschaft: Gesucht werden historische Fotos oder Unterlagen von der ehemaligen Synagoge in Bad Lippspringe, welche sich an der Kurparkstraße, Ecke Jordanpark (nahe der Schäferbrücke) befand.

Das Gebäude hatte eine zweiflügelige Eingangstür mit Rundbogen sowie rechts und links je zwei Fenster mit Rundbögen. Es wurde in der Zeit von 1889 bis etwa 1925 als jüdisches Gotteshaus genutzt. Der Abriß erfolgte zwischen 1925 und 1930.

Der Heimatverein ist dankbar für entsprechende Hinweise. Wenden Sie sich bitte an Joachim Hanewinkel, Telefon 05252-974311 – oder nutzen Sie dafür unser Kontaktformular.