Vor längerer Zeit wurde die historische Laterne am Heimatmuseum leider durch Vandalismus beschädigt. Jetzt ist sie restauriert worden und hängt wieder am angestammten Platz, um auf unser Museum am Hintereingang des Haus Hartmann hinzuweisen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Unterstützern, angefangen unserem Bodendenkmalpfleger, beim Bauhof der Stadt, über die beteiligten Metall- und Glashandwerker, besonders Hubert Beinlich, ganz herzlich bedanken!
Laterne am HeimatmuseumBlick vom Heimatmuseum Richtung Kirchplatz
Die Veranstaltung ist vorbei. Über 25 Besucherinnen und Besucher haben dem spanndenden Reisebericht von Gaby und Andreas Hillmann zugehört und sich über die vielen Bilder, Geschichten, das Reisetagebuch und den marokkanischen Minztee gefreut. Ganz herzlichen Dank an unsere Referenten und Gäste!
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Am Sonntag, den 19. April 2026, bietet der Heimatverein Bad Lippspringe einen beeindruckenden Reisebericht „Von Bad Lippspringe nach Marokko“ an. Der unterhaltsame Vortrag beginnt um 14:00 Uhr in unserem Heimatmuseum im Haus Hartmann, Kirchplatz 1, in Bad Lippspringe. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Referenten Gabi und Andreas Hillmann stellen Land und Leute in Wort und Bild vor. Gezeigt werden imposante Aufnahmen aus einem gastfreundlichen Land mit einer langen bewegten Geschichte.
In einer Vortragspause wird der landestypische marokkanische Minztee mit leckeren Knabbereien serviert. Um dies besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung an die folgende Mail-Adresse: anmeldung@heimatverein-badlippspringe.de. Eine telefonische Anmeldung ist ebenfalls möglich unter der Nummer 05252-974311.
Der Heimatverein plant für den April des Jahres ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.
Am Dienstag nach Ostern, den 7. April, ist eine Veranstaltung über die jüngsten Ausgrabungen in Bad Lippspringe geplant unter dem Titel „Pfostenlöcher und Gruben – Vorgeschichtliche Siedlungsspuren“.
Am 19. April um 14 Uhr wird es im Heimatmuseum einen Reisebericht geben „von Bad Lippspringe nach Marokko“.
Und am 30. April soll der ursprünglich für unsere Mitgliederversammlung geplante Vortrag zum Planungsstand des „Outlet Bad Lippspringe“ nachgeholt werden.
Die genauen Einzelheiten wie die Orte dieser Veranstaltungen und die Uhrzeiten werden wir, sobald diese feststehen, hier auf unserer Webseite bekannt geben.
Und nicht vergessen: Im Heimatmuseum ist aktuell noch die Ausstellung mit Bildern von „Löppi“ Heinemann zu sehen, regelmäßig zu den Öffnungszeiten am Sonntag von 14- 16 Uhr noch bis zum 29. März einschließlich.
v.l.n.r.: Bürgermeister Ulrich Lange, Künstler Johannes „Löppi“ Heinemann, Herbert Gruber (Erster Vorsitzender Heimatverein) und Joachim Hanewinkel (Geschäftsführer Heimatverein)
Im Beisein von Bürgermeister Ulrich Lange wurde am Sonntag, den 18. Januar 2026, im Heimatmuseum eine Ausstellung mit Werken von Johannes „Löppi“ Heinemann eröffnet. Die Ausstellung ist bis Ende März immer am Sonntag von 14-16 Uhr während der Öffnungszeit des Heimatmuseum zu besichtigen. Erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt wurde auch eine Drehorgel (Leierkasten), die von Grundauf von einem Bad Lippspringer Bürger nach historischen Vorbildern gebaut wurde.
Der Ausleger des ehemaligen Frisörsalons ziert bis heute das Atelier in der Bielefelder Straße 11.
Johannes Heinemann, im Kurort ebenso bekannt unter seinem Spitznamen „Löppi“, war nicht nur Frisörmeister in vierter Generation. Schon in frühester Jugend zeigte sich bei dem heute 78-jährigen ein besonderes, künstlerisches Talent. Im Fach Kunst gab es schon in der Grundschule fast immer die Note „Eins“. Überhaupt war er ein guter Schüler und oft Klassenprimus. So stand denn auch nach dem vierten Schuljahr die Diskussion um einen Wechsel ins Gymnasium an. „Damals kam der Klassenlehrer sogar zu uns nach Hause und versuchte meine Eltern zu überreden,“ erinnert sich Johannes Heinemann. Doch der berufliche Werdegang war vorgegeben. Die Heinemanns sind Frisöre in der vierten Generation. Schon der Urgroßvater übte dieses Handwerk aus. So übernahm er schon kurz nach der Gesellenprüfung den väterlichen Salon in der Bielefelder Straße und noch heute ziert ein schmucker Werbeausleger den ehemaligen Herrensalon, den „Löppi“ zu seinem Atelier umgestaltet hat. Als Maler ist er zeitlebens Autodidakt geblieben.
Bilder aus dem Kunstunterricht und viele Zeitungsartikel über sein Wirken hat Johannes Heinemann aufgeboben.
Viele Stunden hat er hier seitdem malend verbracht und zuvor, als er noch aktiver Frisör war, gab es im Obergeschoss in der Wohnung ein Zimmer für die Malerei. Rund 300 Werke hat er im Laufe der Zeit geschaffen. Auch die alten Bilder aus der Schulzeit hat er aufgehoben. Buntstiftzeichnungen und Aquarelle standen damals auf der Tagesordnung. Eine Wende brachte das zwölfte Lebensjahr, als er von seinem Vater einen kompletten Satz mit Ölfarben geschenkt bekam. Seitdem malt er mit Öl- und Acrylfarben. Heinemanns Kunstwerke sind im Kurort inzwischen eine Institution.
In den 1980er Jahren kopierte Johannes Heinemann im Auftrag der Stadt das Historiengemälde „Sachsentaufe“.
Als er im Jahr 1984 von Stadtdirektor Heinrich Kohlbrei und Bürgermeisterin Elisabeth Winkler gefragt wurde, ob er das monumentale Historiengemälde „Sachsentaufe“ kopieren könne, sagte er zu. Erst wenig später erkannte er, was er sich damit eingehandelt hatte. Das 3,50 x 2,20 große Bild des Berliner Historienmalers Prof. Hans W. Schmidt entstand in den 1920er Jahren aus dem Anlass der Erbauung der Kaiser-Karls-Trinkhalle. Die Trinkhalle sollte schließlich wegen Baufälligkeit in den 1980er Jahren abgerissen werden und man schaffte das wertvolle Bild in den Rathaus-Sitzungssaal, wo es bis heute hängt. Doch alles kam dann anders. Die Trinkhalle blieb erhalten und wurde renoviert und so entstand der Wunsch nach einer Kopie des Gemäldes. Pünktlich zur Wiedereröffnung der Kaiser-Karls-Trinkhalle hatte Johannes Heinemann sein Werk vollendet. „An dem Bild habe ich fünf Monate gearbeitet,“ erinnert sich der Maler heute. Jeden Abend um 19 Uhr habe er seinen Frisörladen zugemacht und begab sich auf den Weg in die Brunnenstraße, wo man ihm im Hause Wolthaus ein Atelier eingerichtet hatte. Auch von anderen, historischen Gemälden hat Johannes Heinemann Kopien angefertigt. So zum Beispiel von der Verleihung der Stadtrechte im mittelalterlichen Lippspringe und auch von der ältesten, erhaltenen bildlichen Darstellung der befestigten Stadt, die von dem bekannten Mittelalter-Maler Fabrizius stammt. Zur Landesgartenschau schuf Johannes Heinemann die künstlerischen Vorlagen für den Kolping-Kreuzweg an der Friedenskapelle.
Das Gen für das künstlerische Talent hat Johannes „Löppi“ Heinemann inzwischen an seinen Enkel Oskar abgegeben. Der Drittklässler bemalt derzeit zusammen mit einem Freund den Adler für das Jungschützen-Schießen zum diesjährigen Schützenfest. Für den Heimatverein hat „Löppi“ Heinemann jetzt eine Auswahl von überwiegend Bad Lippspringer Motiven zusammengestellt. Die Vernissage zur Ausstellung im Heimatmuseum im Haus Hartmann, Kirchplatz 1, findet am kommenden Sonntag, dem 18. Januar um 14 Uhr statt. Alle Kunstfreunde sind eingeladen, der Künstler ist anwesend! Das Heimatmuseum zeigt die Ausstellung dann noch bis zum 29. März. Sie ist immer sonntags von 14-16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Der „Herr der Farben“ in seinem Atelier.
(Alle Fotos: Heimatverein Bad Lippspringe/Heinemann)
Ab 18. Januar, 14 Uhr, laden wir herzlich ein zur Eröffnung einer weiteren Kunstausstellung in unserem Heimatmuseum.
Diesmal mit ausgesuchten Werken von Hans Heinemann aus Bad Lippspringe.
Sie sind herzlich eingeladen!
Die Ausstellung ist bis Ende März zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseum, jeweils am Sonntag von 14 bis 16 Uhr zu besichtigen. Zusätzliche Führungen zu anderen Zeiten können nach Absprache organisiert werden.
Der Vorstand des Heimatvereins bedankt sich bei allen Mitgliedern und Freunden herzlich für die Unterstützung unserer Vereinsaktivitäten im nun zu Ende gehenden Jahr 2025.
Wir wünschen Ihnen viel Freude zu den Feiertagen sowie Gesundheit und Glück für das Jahr 2026, in dem wir wieder auf ihre Sympathie und Unterstützung hoffen.
Am Sonntag, den 28. Dezember 2025, bleibt unser Heimatmuseum geschlossen. Wir öffnen wieder am Sonntag, den 4. Januar 2026!
Endlich wurde der Fahrstuhl im Haus Hartmann repariert. Wenn Sie unser Heimatmuseum besuchen möchten, ging das seit Juli leider nur über die Treppe, bis zum zweiten Stock sind das insgesamt 34 Stufen.
Doch jetzt wurde der Fahrstuhl repariert, so dass Sie nun auch wieder unser Heimatmuseum ohne mühseliges Treppensteigen besuchen können.
Wir haben in der Regel am Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet.
Auch die VHS und andere Institutionen im 1. Stockwerk sind jetzt wieder über den Fahrstuhl zu erreichen.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die sich intensiv für die Reparatur eingesetzt haben!
Am 15. Juli 2025 hatte die Stadt Bad Lippspringe einen ganz besonderen Besuch: Nachfahren der Familie Edelmann. Die Familie Edelmann führte von 1925 bis 1935 ein Bekleidungsgeschäft in Bad Lippspringe.
Bereits im letzten Jahr hatten Nachfahren der Familie aus England Bad Lippspringe besucht. Jetzt waren sogar Familienmitglieder aus den USA angereist.
von links: Ulrich Lange, Joachim Hanewinkel, Sylvie Gokulsing, Dan Edelmann, Cheri Edelmann, Christian Starre, Satish Gokulsing.
Es war ein emotionaler Besuch am 15. Juli 2025 – einige Nachfahren von Günther und Heinz Edelmann erkundeten die Bad Lippspringer Innenstadt auf den Spuren ihrer Vorfahren. Sylvie und Satish Gokulsing reisten aus London an, Cheri und Dan Edelmann kamen aus den USA über Amsterdam in unsere Badestadt. Sylvie ist die Tochter von Günther Edelmann; sie stellte per Email den ersten Kontakt zum Heimatverein sowie zur Arbeitsgruppe Stolpersteine her. Und sie organisierte das Zusammentreffen mit Dan, dem Sohn von Heinz Edelmann (er nannte sich nach seiner Emigration Harry Edelmann). Ein Treffen im Museum im Haus Hartmann in Bad Lippspringe wurde umgehend vereinbart. Bürgermeister Ulrich Lange legte den Gästen das goldene Buch der Stadt vor. Fotos, Dokumente und Schriften waren Gegenstand einer intensiven Diskussion. Die weit gereisten Gäste besichtigten insbesondere das Haus Arminiusstraße 22, wo sich einst das Textilgeschäft der Familie Edelmann befand. Ebenso wurde der Waldfriedhof gemeinsam erkundet, wo sich seit 83 Jahren eine Gemeinschaftsgrabstelle früherer jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger befindet. Die Nachfahren des Textilhändlers Robert Edelmann bekundeten ihre tiefe Dankbarkeit dafür, dass die Erinnerung an das Schicksal ihrer Familie in der Badestadt in würdevoller Form wachgehalten wird.
…auf dem Waldfriedhof: Dan, Cheri, Sylvie und Satish. Dan & Cheri aus USA, Sylvie & Satish aus London
Einzelheiten zu den Lebensläufen der verschiedenen Familienmitgliedern aus Bad Lippspringe, die zum Teil von den Nazis in Ausschwitz ermordet worden, findet man auf der Webseite zu den Stolpersteinen in Bad Lippspringe.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Reihe gemeinsamer Veranstaltungen der Volkshochschule und des Heimatvereins. Wir laden herzlich ein!
Im Laufe der Geschichte hat sich die Gebietskulisse Westfalens mehrfach verändert. Das erstmals in den fränkischen Reichsannnalen als „sächsisch“ beschriebene Gebiet umfasste seinerzeit auch Engern und Ostfalen und erstreckte sich bis in die Magdeburger Börde. Später wurde Westfalen anders definiert. So gab es das „Königreich Westphalen“ unter Jérôme Bonaparte und die „Preussische Provinz Westfalen“ mit der Stadt Minden als Militärstandort. Der heutige Landesteil des Bundeslandes „Nordrhein-Westfalen“ entstand nach dem zweiten Weltkrieg. Der reich bebilderte Vortrag liefert eine Zeitreise durch die westfälische Geschichte.
Ein Vortrag von Herbert Franz Gruber am Dienstag, 25.03.2025, 19.30–21.00 Uhr, Haus Hartmann, Kirchplatz 1, Heimatmuseum, entgeltfrei
Jerome Bonaparte, der jüngere Bruder Napoleons, residierte als „König von Westphalen“ von 1807 bis 1813 in Kassel. Münster gehörte damals nicht zu diesem französischen Satellitenstaat. Bildnachweis: Städt. Museum Hofgeismar
Die neue Ausgabe unserer Vereinszeitschrift ist erschienen und wird in diesen Tagen an unsere Mitglieder verteilt. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen die Bad Lippspringer Malerin Margret Botschen-Thombansen vor, von der wir bis zum März auch noch ausgewählte Werke im Heimatmuseum zeigen. Fortgesetzt wird die Geschichte der ersten evangelischen Christen in unserer Stadt, wir erinnern an den Messerkerl-Mord und haben noch manches weitere Lesenswerte in unserem Heft stehen.
Ursprünglich hatten wir gehofft, Ihnen diese Zeitschrift schon Ende letzten Jahres präsentieren zu können, doch manchmal brauchen auch Ehrenamtsprojekte mehr Zeit als ursprünglich geplant. Wir bitten für diese Verzögerung um Entschuldigung.
Wir werden in ein paar Wochen auch dieses Heft als pdf auf unserer Webseite zur Verfügung stellen. Die nächste Ausgabe unserer Zeitschrift ist bereits in Planung und soll im Sommer diesen Jahres erscheinen.
Titelblatt „wo die Lippe springt“, Ausgabe 91
Alle früheren Ausgaben unserer Zeitschrift haben wir auf einer extra Seite verlinkt, von der aus Sie sich alle Ausgaben als pdf-Dokument herunter laden können.