Der Heimatverein lädt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bad Lippspringe am Donnerstag, den 15. Oktober 2026 um 19:30 Uhr zu einem besonderen Vortrag unseres Vorsitzenden Herbert Gruber im Heimatmuseum im Haus Hartmann ein.
Der geheimnisvolle Messerkerl-Mord, tödliche Auseinandersetzungen zwischen Förstern und Wilderern oder der grausame Mord an einem Köhler im Dreißigjährigem Krieg: Der Eggewald steckt voller Erzählungen über einstige Greueltaten, an die heute noch Mahnmale wie das Schwarze Kreuz oder der Eiserne Herrgott erinnern. Ein bebilderter Vortrag beleuchtet deren Hintergründe.
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bad Lippspringe laden wir herzlich ein zu einer Veranstaltung mit Christian Starre und Joachim Hanewinkel am Donnerstag, den 8. Oktober 2026 um 19:30 Uhr im Heimatmuseum, Haus Hartmann.
Die jüdische Gemeinde in der Badestadt war stets überschaubar klein. In der Blütezeit des Kurbetriebs Ende des 19. Jahrhunderts kamen zahlreiche Kurgäste jüdischen Glaubens nach Bad Lippspringe. Die Anfänge der jüdischen Gemeinde werden ebenso beleuchtet wie die gesellschaftliche Teilhabe und die wirtschaftliche Tätigkeit. Ausgewählte jüdische Familien werden vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zeit der NS-Gewaltherrschaft 1933 – 1945 und der Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Mitbürger in der Badestadt. Die Stolpersteine im Stadtgebiet sind ein Teil der Erinnerungskultur. „Sie waren unsere Nachbarn – Sie dürfen nicht vergessen werden.“ Auf das Schicksal einzelner Personen sowie individueller Lebenswege wird dabei ausführlich eingegangen. Der Vortrag wird durch entsprechende Lichtbilder unterstützt.
Wer aufmerksam durch unsere Stadt geht, wird die kleinen Schilder auf vielen Brücken schon entdeckt haben. Endlich können Einheimische und Gäste lesen, über welchem Bach oder Fluss man gerade steht oder fährt.
Brücke über die Lippe gleich nach der Quelle
Das eine Brücke gleich hinter der Lippequelle über die Lippe führt, mag man ja sich noch denken können, aber wissen Sie genau, wo der Jordan langfließt oder wo sich Mittelgraben, Thunebach, Steinbeke oder Strothe befinden?
Die Schilder können jedoch noch viel mehr, als nur den Namen des jeweiligen Gewässers zu nennen. Wenn Sie ein Handy oder Smartphone mit einer Kamera haben, richten Sie die Kamera doch einfach mal auf den QR-Code (dieses schwarze Quadrat mit den vielen Punkten darin auf dem Schild.) Dann könnte auch auf ihrem Handy-Bildschirm ein Hinweis auftauchen: „Mit ihrem Browser öffnen“ oder so ähnlich. Tippen Sie dann auf Ihren Bildschirm werden Sie automatisch zu einer Webseite der Stadt geleitet, auf der viele weitere Informationen zu dem entsprechenden Bach oder Fluss zu finden sind.
Probieren Sie das doch einfach mal mit den folgenden Bildern aus. Wenn Sie kein Smartphone zur Hand haben, können Sie auch die Links in den Bildunterschriften nutzen, um auf die entsprechenden Seiten der Stadt zu kommen.
Es gibt noch viele weitere Schilder, versuchen Sie doch einfach mal, beim nächsten Sonntagsspaziergang alle Schilder in der Stadt zu finden. (Achtung: Das sind über 90 Stück!)
Wir danken dem Seniorenbeirat der Stadt für diese gute Idee und der Stadtverwaltung und dem Bauhof für die Umsetzung des Projekts, dem Klimamanager Herrn Rieke danken wir insbesondere für die Einbeziehung auch des Behinderten- und Sehbehindertenvereins (die Texte auf den Seiten, zu denen die QR-Codes führen, können automatisch vom Smartphone vorgelesen werden) und wir danken auch allen anderen Beteiligten an diesem Projekt.
Die Neue Westfälische Zeitung berichtete bereits ausführlich über die Entstehung dieses Projekts .
Eine neue Ausgabe unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ ist jetzt im Juli 2026 erschienen und wird in diesen Tagen an unsere Mitglieder verteilt und verschickt.
Wir wünschen Ihnen allen viel Freude beim Lesen der Artikel.
Und ganz herzlichen Dank an alle Autorinnen und Autoren, die an dieser Ausgabe mitgewirkt haben!
Auf dem Waldfriedhof sind jetzt drei neue Info-Tafeln von der Stadt Bad Lippspringe in Kooperation mit dem Heimatverein aufgestellt worden.
Erinnerung an über 100 Jahre Tätigkeit der Franziskanerinnen in Bad LippspringeErinnerung an das Schicksal der Familie Kusserow aus Bad LippspringeErinnerung an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Bad Lippspringe
„Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ – um diesem Vergessen entgegen zu wirken, versuchen wir gemeinsam mit der Stadt und vielen anderen Gruppen in Bad Lippspringe die Erinnerungskultur auch mit diesem Projekt weiter zu pflegen.
(7. April 2026) Die Veranstaltung ist vorbei. Noch einmal ganz herzlichen Dank an Herrn Robinson für den sehr informativen und spannenden Vortrag. Wir hatten über 40 Besucherinnen und Besucher, die anschliessend rege über die Funde und die möglichen Schlüsse daraus diskutierten. Herr Robinson möchte über die Ergebnisse auch in einem Artikel in einer der nächsten Ausgaben unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ berichten. Wir freuen uns darauf.
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Der Bereich in und um Bad Lippspringe ist seit Jahrtausenden ein bevorzugter Siedlungsraum mit einer bewegten Geschichte. An zahlreichen Stellen im Stadtgebiet haben archäologische Grabungen immer wieder beeindruckende Spuren menschlicher Siedlungstätigkeit zutage gebracht.
Der Archäologe Phillip Robinson stellt am Dienstag, 07.04.2026 um 19:00 Uhr erste Ergebnisse der jüngsten wissenschaftlichen Ausgrabung in Wort und Bild vor.
Anhand der vorliegenden archäologischen Funde lässt sich die vorgeschichtliche Siedlungsstruktur um einen weiteren Mosaikstein ergänzen. Phillip Robinson ist für den Grabungsspezialisten Eggenstein Exca tätig. Die aktuellen Grabungen sind unter der Fachaufsicht des LWL durchgeführt worden. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Heimatvereins Bad Lippspringe in Kooperation mit der Volkshochschule Bad Lippspringe.
Ort der Veranstaltung ist das Haus Hartmann, Kirchplatz 1, Bad Lippspringe, VHS-Raum, erstes Obergeschoss, also direkt unter unserem Heimatmuseum. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Heimatverein plant für den April des Jahres ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.
Am Dienstag nach Ostern, den 7. April, ist eine Veranstaltung über die jüngsten Ausgrabungen in Bad Lippspringe geplant unter dem Titel „Pfostenlöcher und Gruben – Vorgeschichtliche Siedlungsspuren“.
Am 19. April um 14 Uhr wird es im Heimatmuseum einen Reisebericht geben „von Bad Lippspringe nach Marokko“.
Und am 30. April soll der ursprünglich für unsere Mitgliederversammlung geplante Vortrag zum Planungsstand des „Outlet Bad Lippspringe“ nachgeholt werden.
Die genauen Einzelheiten wie die Orte dieser Veranstaltungen und die Uhrzeiten werden wir, sobald diese feststehen, hier auf unserer Webseite bekannt geben.
Und nicht vergessen: Im Heimatmuseum ist aktuell noch die Ausstellung mit Bildern von „Löppi“ Heinemann zu sehen, regelmäßig zu den Öffnungszeiten am Sonntag von 14- 16 Uhr noch bis zum 29. März einschließlich.
Die zweite Ausgabe in diesem Jahr unserer Vereinszeitschrift ist fertig erstellt. Sie wird in diesen Tagen gedruckt und dann auch bald an alle Mitglieder verteilt bzw. verschickt.
Im neuen Heft finden Sie unter anderem interessante Artikel über die Glocken von St. Martin, Erinnerungen an die Schulzeit in Bad Lippspringe im Zweiten Weltkrieg, den ersten Adventsmarkt in Bad Lippspringe vor 50 Jahren sowie die Geschichte des Adelsgeschlecht von Haxthausen, welches über 17 Generationen, über 500 Jahre, die Geschicke unserer Region, unseres Ortes beeinflusste.
Die früher erschienenen Ausgaben unserer Zeitschrift können Sie sich gerne als pdf von unserer Webseite herunter laden. Einzelne ältere, gedruckte Ausgaben sind auch im Heimatmuseum erhältlich.
Am Sonntag, den 9. November 2025, findet um 19:00 Uhr am Gedenkstein in der Kurparkstraße (Nähe Wasserspielplatz am Jordan) eine Gedenkveranstaltung an die Judenpogrome statt. Es soll an die Geschehnisse in der Reichspogromnacht 1938 erinnert werden, die nun 87 Jahre zurück liegt. Wegen des Martinsumzug, der ebenfalls im Kurpark stattfindet, beginnt die Gedenkfeier in diesem Jahr eine Stunde später als in den vergangenen Jahren üblich.
In Bad Lippspringe mussten jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem Jahr 1933 Ausgrenzung und Entwürdigung erleiden. So wurden damals die jüdischen Familien Abrahams, Edelmann, Levy, Lorch, Meyer und Naumann massiv drangsaliert. Etliche Familienmitglieder wurden deportiert und in Konzentationslagern getötet. Zur Erinnerung an eine der betroffenen Frauen ist bekanntlich eine Straße benannt worden: der Clara-Lorch-Weg.
Im Zeichen des Gedenkens ist es nach wie vor bedeutsam, die individuellen Schicksale aus der Anonymität hervorzuholen und die Namen der betroffenen Menschen in Erinnerung zu rufen. Es ist eine gemeinsame öffentliche Aktion vor Ort gegen das Vergessen. Verschiedene Nachfahren der damals betroffenen Familien haben inzwischen wieder unsere Stadt besucht, haben nach Spuren ihrer Vorfahren gesucht und sich dankbar gezeigt, dass in unserer Stadt die „Erinnerungskultur“ lebendig ist.
Der Gedenkstein am Jordanpark trägt folgende Worte: „Dieser Stein steht zur Erinnerung an die Lippspringer jüdischen Glaubens denen Rassenwahn und Gewalt Heimat und Leben genommen haben.“
Mit Unterstützung des Heimatvereins und einer finanziellen Förderung aus dem LEADER-Programm wird momentan die Liborius-Trinkhalle aufgewertet. Ein neuer Außenanstrich durch die Firma Nüthen ist bereits erfolgt, der Sockel war totel grün mit Algen belegt. Im Innenraum sollen neue Bücherregale sowie eine neue Sitzbank installiert werden, dafür hat die Tischlerei Schulte den Auftrag bekommen. Die Geschichte der Trinkhalle soll auf einer neuen Infotafel dargestellt werden.
Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, wollen wir eine kleine „Neueröffnung“ feiern. Wir werden darüber in unserem Heft und auch hier auf der Webseite berichten.
Vergangene Woche hat es ein Treffen von aktiv Beteiligten vor Ort gegeben. Im Bild: Tanja Berghahn-Macken (Bauamtsleiterin), Karin Grieser (Seniorenbeirat), Herbert Gruber (Heimatverein) und Tischlermeister Thomas Schulte (v.li).