3. April 1945: Kriegsende in Bad Lippspringe

1945 fiel der Ostersonntag auf den 1. April. Die amerikanischen Truppen waren von Westen schon bis nach Paderborn vorgedrungen. Das Kriegsgefangenenlager Stalag bei Stukenbrok und das KZ Niederhagen/Wewelsburg wurden am 2. April befreit und offenbarten entsetzliche Greuel.

Der damalige Bürgermeister Wilhelm Lange bleibt abwartend und zögerlich. Da machen sich am Abend des 2. April vier mutige Bürger auf den Weg nach Paderborn: der Kaufmann Franz Rudolphi, der Landwirt Otto Zündorf, der Arzt Heinrich Siepmannsowie der Fabrikant Peter L. Grüber. Mit weißer Fahne ….

Die vollständige Geschichte von der zum Glück kampflosen Übergabe der Stadt lesen Sie in unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ in den Ausgaben Nr. 48 vom April 2005 und in der Ausgabe 18 vom April 1995.

2. April 2020: 75 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers in Wewelsburg

Aus der Webseite dess Kreismuseums Wewelsburg:

Anzeige zum 75. Jahrestag der befreiung des Konzentrationslagers Wewelsburg

Vor 75 Jahren befreiten US-amerikanische Truppen das Konzentrationslager in Wewelsburg. Sie stießen auf 42 Häftlinge, die als sogenanntes Restkommando nach der Auflösung des Hauptlagers KZ Niederhagen/Wewelsburg im April 1943 in Wewelsburg verblieben waren. Mindestens 1.285 Menschen starben in Wewelsburg aufgrund der Gewalt und des Terrors der SS. Wir gedenken der Opfer der SS-Gewalt am 2. April 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers. Anlässlich des Jahrestags stellen wir Ihnen verschiedene Beiträge online zur Verfügung, um an die Opfer des Konzentrationslagers zu erinnern und die historischen Ereignisse kurz vor Kriegsende und in den Monaten danach zu beleuchten.

Gleichzeitig möchten wir auch an den 20. Jahrestag der Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg erinnern. Die Auseinandersetzung mit dem Gedenken an die Opfer ist ein langer, konfliktreicher Weg gewesen. Seit dem 2. April 2000 erinnert ein Mahnmal auf dem ehemaligen Appellpatz des Konzentrationslagers an das Leiden der KZ-Häftlinge. Seitdem findet dort auch jährlich am 2. April eine Gedenkfeier statt, die von dem ebenfalls 2000 gegründeten Verein Gedenktag 2. April – Verein wider das Vergessen und für Demokratie e.V., der Stadt Büren und dem Kreismuseum Wewelsburg durchgeführt wird.

Auf der Webseite des Kreismuseums finden Sie verschiedene Artikel und Bilder zur Geschichte und Befreiung des Konzentrationslagers ganz in unserer Nähe. Aufgrund der aktuellen Situation hat das Kreismuseum auch einen Teil seiner Ausstellung online gestellt.

LWL bietet kostenlose Filme an

Der Medien-Shop des LWL (Landschaftsverband Westfalen Lippe) bietet zur Zeit einige Filme zum download kostenlos an. Im Shop finden Sie mehr als 150 Medien rund um Geschichte und Gegenwart der Region Westfalen-Lippe. In enger Zusammenarbeit mit Museen, Archiven und anderen Kultureinrichtungen veröffentlicht das LWL-Medienzentrum seine Medienproduktionen auf DVD, Audio-CD oder Download-Medium für die Bildungs- und Kulturarbeit.

Für den download (oder den Kauf einzelner Medien) müssen Sie sich nur Registrieren. Die kostenfreien downloads sind auf einen pro Tag begrenzt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zu den Download-Medien des LWL-Medien-Shop.

Raus in die Natur … über das Internet

Wir haben hier in Bad Lippspringe das Glück, das eine oder andere Naturschutzgebiet fast direkt vor der Haustür zu haben, hoffentlich bleiben uns diese noch lange erhalten.

Über das Internet haben wir noch viele weitere Möglichkeiten, die Natur völlig ungestört und vor allem ohne zu stören zu beobachten:

In Paderborn gibt es am Dom eine Kamera zur Beobachtung der Wanderfalken.

In Köngstein im Taunus kann man einen Uhu beim Brüten und der Aufzucht der Jungen beobachten.

In Fohrde gibt es gleich mehrere Storchenkameras. Noch wird nicht gebrütet, daher ist frühes Aufstehen angesagt, um die Störche noch zu sehen.

Weitere Live-Kameras finden Sie bei Naturschutzbund (Nabu) oder auch beim Vogelfutterhersteller Vivara

Alles fällt aus? Dann besuchen Sie doch großartige Museen!

Keine einfache Zeit, praktisch alle kulturellen Angebote geschlossen, Tourismus untersagt, die Kinder sitzen zu Hause …

Zum Glück kann man heute über das Internet viele interessante Orte auch recht einfach von zuhause aus erreichen.

Am 28. März 2020 war ein bundesweiter „Astronomietag“ geplant. Überall in Deutschland wollten Sternwarten und Planetarien ihre Tore öffnen, Hobby-Astronomen hätten Sie zum gemeinsamen Beobachten eingeladen und auch auf dem Planetenweg in Bad Lippspringe hätte es einen geführten Spaziergang gegeben. Auch diese Veranstaltungen fallen alle aus, einiges gibt es jedoch online:

Das „Haus der Astronomie“, ein Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit und Didaktik der Astronomie auf dem Campus des Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, lädt ab 17 Uhr zur Live-Übertragung bei YouTube ein.

Weitere Live-Übertragungen finden Sie hier.

Das Planetarium in Hamburg bietet einen 360° Grad Rundgang an.

Und wenn Sie selbst am Abend mal einen Blick in den Sternenhimmel werfen möchten: Im „Astroblog-Lippspringe“ finden Sie wertvolle Beobachtungstipps.

Und wenn der Sternenhimmel so gar nicht Ihr Ding ist, hier ein paar andere Links, denen Sie folgen können:

Virtueller Rundgang durch das Bode Museum in Berlin.

Schloß Glücksburg an der Flensburger Förde.

Das Hinterhaus. Hier versteckte sich Anne Frank im Zweiten Weltkrieg mehr als zwei Jahre, hier schrieb sie auch ihr Tagebuch.

Haben Sie andere Tipps für virtuelle Besuche? Dann schicken Sie mir doch einfach eine Mail. Herzlichen Dank!

Viel Spaß und bleiben Sie gesund!

13. März: Nochmals Wasservogelzählung

Da im Februar die Wasservogelzählung an den Dedinger Heide Seen wegen Sturms abgesagt werden mussste, besteht am Freitag, den 13. März um 15 Uhr nochmals die Möglichkeit, die Wasservogelzählung durch Freiwillige der Biologischen Station zu begleiten. Treffpunkt ist am Großen Dedinger Heide See um 15 Uhr in der Nähe der Neptun-Station des Bad Lippspringer Planetenweges, unweit der Straße „Zum See“.

Hoffentlich haben wir dann besseres Wetter!

Bilder der Grünkohlwanderung

Grünkohl-Wanderung-2020
Start an der Lippequelle
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Am 29. Februar wanderten die Bad Lippspringer Heimatfreunde von der Lippequelle bis zum Gasthof Sibille Ostmann in Schlangen. Unterwegs gab es viele naturkundliche und historische Erläuterungen durch Herbert Gruber, den stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins Bad Lippspringe und von Heinz Kriete vom Heimat- und Verkehrsverein Schlangen.

Von der Lippequelle an der Burgruine ging es entlang des Thunebachs, vorbei an den Dedinger Heide Seen und des letzten verbliebenen historischen Flöthgrabens zum Gasthof Sibille in der Ortsmitte Schlangen.

Zweimal überflogen Kraniche, die „Vögel des Glücks“, auf ihrem Weg in den Norden die Gruppe. Und so konnte man am Ende nach zweistündiger Wanderung tatsächlich trockenen Fußes den Gasthof erreichen und dort den hervorragend schmeckenden Grünkohl richtig genießen.

29. Februar: Grünkohlwanderung

Am Dienstag, den 11. Februar, fand im Kleinkunstsaal der Kongresshalle die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins statt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

In diesem Jahr findet am 29. Februar wieder die „Grünkohlwanderung“ statt. Sie beginnt um 15 Uhr an der Lippequelle. Gewandert wird dann zuerst an der renaturierten Thune entlang zum Dedinger Heide See. Dort wird kurz Halt gemacht, um mit Peter Rüther, Leiter der Biologischen Station Paderborn-Senne und Mitgliedern des Schlänger Heimatvereins zu diskutieren, wie in diesem Gebiet der letzte „Flöthgräben“ erhalten werden kann. Anschließend geht es weiter zum Grünkohlessen im „Gasthof Sibille-Ostmann“ in Schlangen. Die Rückfahrt kann dann bequem mit den öffentlichen Bussen erfolgen. Die Kosten für die Wanderung (inkl. Wanderverpflegung) und das Grünkohlessen betragen 15 Euro. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Für 25jährige Mitgliedschaft im Heimatverein wurden Antonius Fischer (vorne links), Hans-Christian Schall (2.Reihe links) und Ulrich Thiele (vorne rechts) durch Willi Hennemeyer (2. Reihe rechts) geehrt.
Zum letzten Mal in seiner Rolle als Bürgermeister dabei: Andreas Bee (ganz rechts). In seinem Grußwort bedankte er sich für die in allen Jahren konstruktive Zusammenarbeit mit dem Heimatverein. Er lobte insbesondere die Aktionen zur Reinigung der Lippequelle, die auch in 2020 wieder geplant sind. Trotz aller Diskussionen mit dem „Wasserverband“ ist aus seiner Sicht die Zukunft der Lippequelle gesichert. Außerdem ging er auf die Zukunft des Feuerwehrgerätehaus ein (wegen der gestiegenen Einwohnerzahl Bad Lippspringes auf über 17.000 muss zunächst der „Feuerwehrbedarfsplan“ überarbeitet werden) und die notwendigen Sanierungsarbeiten am Freibad.

Fritz Möller, Vorsitzender des „Fördervereins Gartenschau“ kündigte an, dass am 20. Juni 2020 eine Fahrt zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort geplant wird. Außerdem gibt es vom 14.-16. August eine Fahrt in die Bad Lippspringer Partnerstadt Templin.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Willi Hennemeyer, wies in seinem Bericht auf die verschiedensten Aktivitäten des letzten Jahres hin, wie z.B. die Teilnahme am Heimatgebietstag, die Stolperstein-Aktion, das Pflanzen eines Maulbeerbaumes und weiteres. Ausdrücklich bedankte er sich bei all den Aktiven des Vereins: im Museum, bei den Veranstaltungen, im Vorstand, bei der Erstellung der Zeitschrift „wo die Lippe springt“ und vielen anderen Gelegenheiten.

Vom Heimatverein wird für den Sommer ebenfalls eine Kulturfahrt geplant. In der Versammlung wurden als Ziele angeregt die Lippe-Mündung bei Wesel, Bad Bentheim oder Schloß Corvey mit Kloster Brenkhausen. Mögliche Termine wären hier der 13. oder 27. Juni. Sobald der Vorstand die Details dieser Kulturfahrt geklärt hat, wird auf dieser Webseite dazu eingeladen werden.

Weitere geplante Termine: Am 18. April soll auf dem Schützenplatz zum „Tag des Baumes“ ene Robinie (Baum des Jahres 2020) gepflanzt werden. Für den 24. Mai wird eine Frühlingswanderung vom Dedinger Heide See zum Bauernkamp geplant. Und am 6. September soll ein Treffen der Naturschutz-AG des Heimatvereins stattfinden.

16. Februar: Wasservogelzählung

Auf Grund der Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor möglicherweise schweren Sturmböen fiel die angekündigte öffentliche Wasservogelzählung leider aus. Zum einen suchen bei solchem Wetter selbst manche Vögel geschützte Ecken auf und sind dann kaum zu entdecken, aber insbesondere ist das Risiko, dass Besucher der Zählung durch herabfallende Äste und sonstwie unkontrolliert durch die Gegend fliegende Teile Schaden erleiden, einfach zu groß. Wir danken für Ihr Verständnis!

Die nächste Wasservogelzählung findet am 13. März statt.

Sonntagvormittag am Großen Dedinghauser See

Wir laden herzlich ein zu einer Zählung der Wasservögel auf dem großen und kleinen Dedinger Heide See am Sonntag, den 16. Februar um 14 Uhr. Wolfgang Dzieran, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Biologischen Station Paderborn-Senne und Koordinator der Wasservogelzählungen im Kreis Paderborn, wird die Führung leiten.

In einem ca. anderthalbstündigen Spaziergang um die Seen können sie einiges Wissenswerte über unsere einheimischen Wasservögel erfahren. Treffpunkt ist am Großen Dedinger Heide See am Neptun des Planetenweges (Nähe Straße „Zum See“).

Die Zählung findet bei jedem Wetter statt…

Seit vielen Jahren gibt es diese regelmäßigen Zählungen der Wasservögel in den Wintermonaten. Die Daten werden zum Beispiel von den zuständigen Ämtern für Naturschutz verwendet. Sie können Antworten geben auf Fragen wie: „Nehmen Gänse oder Kormorane überhand?“ oder „welche Vogelarten sind durch den Klimawandel besonders bedroht?“

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Neuaktivierung der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt des Heimatvereins statt. Mehr Informationen zu dieser Arbeitsgruppe und weiteren geplanten Veranstaltungen gibt es auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins, am Dienstag, den 11. Februar im Kongresshaus.

Alte Glasplattenbilder unserer Stadt

Vor einiger Zeit bekam der Heimatverein alte Glasplattenbilder aus der Geschichte unserer Stadt. Die Glasplatten-Verpackungen, alte Tüten, wurden leider nicht wirklich aussagekräftig beschriftet. Wir müssen ein bisschen raten und die Zeitepoche aufgrund der Kleidung, der Frisuren, Fahrzeuge usw. ableiten. Die ältesten Fotos stammen wohl von Beginn des 20. Jahrhunderts, so ab 1910 herum bis in die 1930er Jahre. Die Bilder stammen aus dem Nachlass des damaligen Bad Lippspringer Fotografen Eugen Schade.

Die Glasplattenfotografie wurde durch die Erfindung des Rollfilms auf Zelloloidbasis in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts mehr und mehr verdrängt.

Wir zeigen Ihnen hier elf dieser alten Fotografien auf Glasplatten:

Glasplattenbilder
Auguste-Victoria-Stift, Rohbau evangelische Kapelle
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