Tillys Kreuz

In unserer Reihe über die Bad Lippspringer Denkmale fehlt noch ein wichtiges: „Tillys Kreuz“. Es steht etwas versteckt auf einer kleinen Anhöhe im Kurwald, in etwa „hinter“ der Westfalentherme in der Nähe des Ehrenfriedhofs.

Tillys Kreuz im Kurwald
Die Erläuterungstafel des Heimatvereins

Der Bad Lippspringer Johann Wilhelm Tilly darf nicht mit Johann Tilly, dem General aus dem Dreißigjährigen Krieg verwechselt werden. Unser Johann Tilly finanzierte zum Beispiel 1839 die erste Anlage des Arminiuspark im Stile eines englischen Landschaftsgarten. Damals war Tilly 73 Jahre alt. 1852 wurde Tilly auf dem Friedhof an der Arminiusstraße begraben, der dann jedoch schon 27 Jhare später geschlossen wurde. Gut, das es gelungen ist, sein Grabkreuz aus der damaligen Zeit zu erhalten. Seit hundert Jahren steht es nun schon im Kurwald.

Inschrift im Sockel des Tilly Kreuz.

Martinsdenkmal

Nach den Kriegerdenkmalen geht es diesmal in unser kleinen Serie über die vom Heimatverein in der Stadt aufgestellten Infotafeln um einen Heiligen, um Sankt Martin.

Wie man in vielen Geschichtsbüchern oder auch bei Wikipedia nachlesen kann, war Martin auch lange Zeit Soldat. Nach seiner Bekehrung zum Christentum wollte er zwar den Heeresdienst verweigern, was ihm jedoch nicht erlaubt wurde. Später wurde er dann Bischof von Tours in Frankreich und ein guter Freund von Liborius, dem Bischof von Le Mans, dessen Andenken in unser Nachbarstadt Paderborn hoch gehalten wird.

Informationstafel
Das Denkmal kurz vor dem Eingang zum Arminiuspark

Auch über Josef Rikus gibt es einen Artikel bei Wikipedia. Der Schäferbrunnen und das Denkmal vom Mechanikus, dem Lippspringer „Spökenkieker“ wurden ebenfalls von Josef Rikus geschaffen.

Infanterieregiment Nr. 459

An mehreren Stellen in Bad Lippspringe wird an die Gefallenen verschiedener Kriege gedacht. Im Kurpark befindet sich unweit des Prinzenpalais ein Denkmal für das Infanterieregiment Nr. 459 aus dem Ersten Weltkrieg.

Im Kurpark zwischen Prinzenpalais und Karl-Hansen-Klinik befindet sich das Denkmal für das Infanterieregiment 459

Eine neue Tafel erläutert das Denkmal:

Erläuterungstafel

In unseren Heften „wo die Lippe springt“ erinnerte Hans-Christian Schall in der Ausgabe 72 und Ausgabe 76 an die Aufstellung des Regiments. Im Internet kann man an vielen Stellen weitere Informationen finden, zum Beispiel die Erinnerungen des adligen Regimentskommandeurs Friedrich von Pirscher. Es gibt sogar noch eine (englischsprachige) Facebook-Gruppe. So findet man zum Beispiel die Erinnerungen des Gabriele Pettendrup beschreibt im Buch „Westfalen im Ersten Weltkrieg“ in einem gut bebilderten Artikel auch über die Erinnerungen an die Gedenkfeiern ihres Großvaters: „Wie hat mein Großvater den Ersten Weltkrieg erlebt?“ (pdf-Dokument).