3. April 1945: Kriegsende in Bad Lippspringe

1945 fiel der Ostersonntag auf den 1. April. Die amerikanischen Truppen waren von Westen schon bis nach Paderborn vorgedrungen. Das Kriegsgefangenenlager Stalag bei Stukenbrok und das KZ Niederhagen/Wewelsburg wurden am 2. April befreit und offenbarten entsetzliche Greuel.

Der damalige Bürgermeister Wilhelm Lange bleibt abwartend und zögerlich. Da machen sich am Abend des 2. April vier mutige Bürger auf den Weg nach Paderborn: der Kaufmann Franz Rudolphi, der Landwirt Otto Zündorf, der Arzt Heinrich Siepmannsowie der Fabrikant Peter L. Grüber. Mit weißer Fahne ….

Die vollständige Geschichte von der zum Glück kampflosen Übergabe der Stadt lesen Sie in unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ in den Ausgaben Nr. 48 vom April 2005 und in der Ausgabe 18 vom April 1995.

Alles fällt aus? Dann besuchen Sie doch großartige Museen!

Keine einfache Zeit, praktisch alle kulturellen Angebote geschlossen, Tourismus untersagt, die Kinder sitzen zu Hause …

Zum Glück kann man heute über das Internet viele interessante Orte auch recht einfach von zuhause aus erreichen.

Am 28. März 2020 war ein bundesweiter „Astronomietag“ geplant. Überall in Deutschland wollten Sternwarten und Planetarien ihre Tore öffnen, Hobby-Astronomen hätten Sie zum gemeinsamen Beobachten eingeladen und auch auf dem Planetenweg in Bad Lippspringe hätte es einen geführten Spaziergang gegeben. Auch diese Veranstaltungen fallen alle aus, einiges gibt es jedoch online:

Das „Haus der Astronomie“, ein Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit und Didaktik der Astronomie auf dem Campus des Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, lädt ab 17 Uhr zur Live-Übertragung bei YouTube ein.

Weitere Live-Übertragungen finden Sie hier.

Das Planetarium in Hamburg bietet einen 360° Grad Rundgang an.

Und wenn Sie selbst am Abend mal einen Blick in den Sternenhimmel werfen möchten: Im „Astroblog-Lippspringe“ finden Sie wertvolle Beobachtungstipps.

Und wenn der Sternenhimmel so gar nicht Ihr Ding ist, hier ein paar andere Links, denen Sie folgen können:

Virtueller Rundgang durch das Bode Museum in Berlin.

Schloß Glücksburg an der Flensburger Förde.

Das Hinterhaus. Hier versteckte sich Anne Frank im Zweiten Weltkrieg mehr als zwei Jahre, hier schrieb sie auch ihr Tagebuch.

Haben Sie andere Tipps für virtuelle Besuche? Dann schicken Sie mir doch einfach eine Mail. Herzlichen Dank!

Viel Spaß und bleiben Sie gesund!

13. März: Nochmals Wasservogelzählung

Da im Februar die Wasservogelzählung an den Dedinger Heide Seen wegen Sturms abgesagt werden mussste, besteht am Freitag, den 13. März um 15 Uhr nochmals die Möglichkeit, die Wasservogelzählung durch Freiwillige der Biologischen Station zu begleiten. Treffpunkt ist am Großen Dedinger Heide See um 15 Uhr in der Nähe der Neptun-Station des Bad Lippspringer Planetenweges, unweit der Straße „Zum See“.

Hoffentlich haben wir dann besseres Wetter!

16. Februar: Wasservogelzählung

Auf Grund der Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor möglicherweise schweren Sturmböen fiel die angekündigte öffentliche Wasservogelzählung leider aus. Zum einen suchen bei solchem Wetter selbst manche Vögel geschützte Ecken auf und sind dann kaum zu entdecken, aber insbesondere ist das Risiko, dass Besucher der Zählung durch herabfallende Äste und sonstwie unkontrolliert durch die Gegend fliegende Teile Schaden erleiden, einfach zu groß. Wir danken für Ihr Verständnis!

Die nächste Wasservogelzählung findet am 13. März statt.

Sonntagvormittag am Großen Dedinghauser See

Wir laden herzlich ein zu einer Zählung der Wasservögel auf dem großen und kleinen Dedinger Heide See am Sonntag, den 16. Februar um 14 Uhr. Wolfgang Dzieran, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Biologischen Station Paderborn-Senne und Koordinator der Wasservogelzählungen im Kreis Paderborn, wird die Führung leiten.

In einem ca. anderthalbstündigen Spaziergang um die Seen können sie einiges Wissenswerte über unsere einheimischen Wasservögel erfahren. Treffpunkt ist am Großen Dedinger Heide See am Neptun des Planetenweges (Nähe Straße „Zum See“).

Die Zählung findet bei jedem Wetter statt…

Seit vielen Jahren gibt es diese regelmäßigen Zählungen der Wasservögel in den Wintermonaten. Die Daten werden zum Beispiel von den zuständigen Ämtern für Naturschutz verwendet. Sie können Antworten geben auf Fragen wie: „Nehmen Gänse oder Kormorane überhand?“ oder „welche Vogelarten sind durch den Klimawandel besonders bedroht?“

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Neuaktivierung der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt des Heimatvereins statt. Mehr Informationen zu dieser Arbeitsgruppe und weiteren geplanten Veranstaltungen gibt es auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins, am Dienstag, den 11. Februar im Kongresshaus.

Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Übergabe der neuen Tafel am Standort des ehemaligen jüdischen Friedhofs an die Öffentlichkeit.

Die neue Tafel steht seit Freitag, dem 6. September 2019, am Ende der Fußgängerzone, Ecke zur Lindenstraße, kurz vor der Touristeninformation mit dem Eingang zum Gartenschaugelände. Damit wird ein weiteres Element der Erinnerungskultur in Bad Lippspringe installiert. In ersten Gesprächen vor Ort gab es positive Rückmeldungen von Passanten. Es zeigte sich in den Gesprächen auch, dass es vielfach nicht mehr bekannt war, dass an dieser Stelle einmal der jüdische Friedhof existiert hatte. Die Installation dieser Info-Tafel steht auch im Zusammenhang mit der Verlegung der Stolpersteine in der Badestadt.

Tafel mit Bild und Beschreibung

Irisches Engagement

Vom 9. – 12. August sind ca. 150 Gäste aus unser irischen Partnerstadt Newbridge zu Gast in Bad Lippspringe. Darunter auch viele Jugendliche, am Sonntagvormittag, den 11. August 2019, halfen sie kräftig mit, unsere veralgte Lippequelle zu reinigen. Einen ganz herzlichen Dank an unsere Gäste für diese tolle Aktion!

Ón 9 go dtí an 12 Lúnasa tá thart ar 150 aoi ón mbaile dúbailte Éireannach Droichead Nua ag tabhairt cuairte ar Bad Lippspringe. Ag cur go leor daoine óga san áireamh, ar maidin Dé Domhnaigh, 11 Lúnasa 2019, chabhraigh siad go láidir lenár Lippequelle maolaithe a ghlanadh. Gabhaim buíochas mór lenár n-aíonna as an ngníomh iontach seo!

(Das ist irisch und heißt „Dankeschön!“)

Irische Jugendliche reinigen die Lippequelle
Irische Jugendliche reinigen die Lippequelle (Foto: Karenfeld)
Irische Jugendliche reinigen die Lippequelle
Irische Jugendliche reinigen die Lippequelle (Foto: Karenfeld)

Erste Stolpersteine in Bad Lippspringe verlegt

Am Donnerstag, den 10. Juli 2019, wurden in Bad Lippspringe die ersten 20 Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Nach einer kurzen Feierstunde in der Kaiser-Karls-Trinkhalle verlegte der Künstler Gunter Demnig Steine für die ehemaligen Lippspringe Familien Lorch/Magnus, Meyer, Naumann, Abrahams und Lewy.

Stolpersteine
Über 100 Gäste kamen zum Gedenken an die Opfer des Faschismus in der Kaiser-Karl-Trinkhalle zusammen.
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wo die Lippe springt – Ausgabe 81

Die nächste Ausgabe unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ ist erschienen und wird in diesen Tagen an unsere Mitglieder verteilt.

Seit nunmehr 30 Jahren gibt es die vom Heimatverein Bad Lippspringe herausgegebene Zeitschrift. Die Redaktion hofft, dass auch die jetzt vorliegende Ausgabe genauso großes Leseinteresse finden wird wie die 80 vorangegangenen Hefte.

Für Abwechslung ist gesorgt. Christian Starre zum Beispiel hat der Geschichte der Gaststätte „Zur Lippequelle“ (Hucks) nachgespürt. Herbert Franz Gruber, neuer zweiter Vorsitzender, beschäftigt sich mit dem ökologischen Waldumbau im Bad Lippspringer Kurwald. Außerdem zitieren wir aus dem Tagebuch eines erst 14 Jahre alten Kurgastes, der im August und September 1916 Erholung und Heilung in Bad Lippspringe suchte. „Alt-Lippspringe“ wird in diesem Zeitdokument sehr authentisch und lebendig dargestellt.

Sie erhalten das Heft an ausgewählten Stellen in unserer Stadt – oder bekommen es als Mitglied im Heimatverein kostenlos nach Hause geliefert!

Reinigung der Lippequelle

Für Sonnabend, den 8. Juni 2019, das ist der Samstag vor Pfingsten, ist wieder eine Reinigung der Lippequelle geplant.

Interessierte dürfen dabei gerne zuschauen, wie das Wasser aus dem Quellteich der Lippe abgelassen wird und Taucher dann die Quelle von Unrat und wuchernden Algen reinigen.

Hier ein Bericht mit vielen Bildern über die Aktion von 2018. Der damals gedrehte Film „An den Ufern der Lippe“, von der Quelle in Bad Lippspringe bis zur Mündung bei Wesel in den Rhein, ist übrigens unter diesem Link in der Mediathek des WDR abrufbar.


Jahreshauptversammlung

Am 12. Februar 2019 fand die 35. Jahreshauptversammlung des Heimatvereins in der Gaststätte Oberlies statt. Trotz attraktiver anderer Veranstaltung im Ort waren doch über 60 Mitglieder zur Versammlung erschienen.

Dies war wohl die letzte Versammlung des Heimatvereins bei Oberlies, da der Gaststättenbetrieb von der Familie Peters aufgegeben wird. Darauf ging in seinem Grußwort auch Bürgermeister Andreas Bee ein und versprach, sich im Interesse auch der anderen Vereine, die sich bei Oberlies treffen, für eine dem Allgemeinwohl dienende Lösung einzusetzen, damit die Vereine auch weiterhin einen Treffpunkt in Bad Lippspringe haben.

Der Vorsitzende Willi Hennemeyer ließ in seinem Vorstandsbericht noch einmal die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Nach dem Bericht des Geschäftsführers und Kassenwarts Günter Schulte wurde auf Antrag des Kassenprüfers Udo Fröhlich dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Eine vom Finanzamt vorgeschlagene Änderung der Satzung wurde einstimmig angenommen. In der Aussprache am Ende der Sitzung wurde als Ziel für die Kulturfahrt im Juni 2019 die frisch renovierte Porta Westfalica vorgeschlagen.

Der Vorstand dankt den 25-jährigen Mitgliedern

Auf der Versammlung wurden eine Reihe von Mitglieder des Heimatvereins für ihre 25jährige Mitgliedschaft geehrt. Herzlichen Dank für diese langjährige Unterstützung und Treue!

Ferdinand Großmann wurde zum Ehrenmitglied des Heimatvereins ernannt.

Eine besondere Ehre wurde dem mittlerweile 90jährigem Ferdinand Großmann zu teil. Für seine Verdienste um den Heimatverein wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

v.l.n.r.: Willi Hennemeyer, Marietheres Kriebel, Herbert Franz Gruber

Wie angekündigt ist Marietheres Kriebel aus dem Vorstand ausgeschieden. Willi Hennemeyer dankte ihr im Namen aller für die langjährige, engagierte Tätigkeit. Als Nachfolger für sie wurde Herbert Franz Gruber gewählt. Er möchte gerne in Zukunft im Rahmen seiner Tätigkeit insbesondere die Naturschutzaktivitäten im Heimatverein wieder etwas stärker fördern. Er fragte, ob es nicht möglich sein könnte, im Dedinger Heide See die „Vogelbrutinsel“ wieder herzustellen. Der Graben zwischen Insel und Rundweg ist leider nicht mehr tief genug und zugewachsen.

v.l.n.r.: Willi Hennemeyer, Heinfried Watermann, Günter Schulte, Herbert Franz Gruber, Udo Fröhlich