30. September: Führung über den jüdischen Friedhof in Schlangen

Der Heimatverein Bad Lippspringe lädt zu einer weiteren Veranstaltung noch in diesem Monat ein:

Am Freitag, den 30. September 2022 findet um 17:00 eine Besichtigung des jüdischen Friedhofs in Schlangen statt. Es wird eine sachkundige Führung angeboten. Interessierte sind willkommen, die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr am Friedhofseingang (Gartenstraße, neben der Kita Gartenstraße).

Zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in Schlangen liest man bei Wikipedia:

„Bei einer Aufnahme im Jahr 1697 lebten in Schlangen nur sieben Juden, die alle einer Familie angehörten, welche sich dort etwa 1675 niedergelassen hatte. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts erhöhte sich die Zahl der Familien auf vier. Wo die Juden zu dieser Zeit ihre Toten bestatteten, ist nicht bekannt. Ebenso lässt sich der jüdische Friedhof in Schlangen nicht genau datieren: Moritz Rülf schrieb 1937 in seiner „Denkschrift über die von mir besichtigten Synagogen und Friedhöfe der Gemeinden des Landesverbandes in Lippe“, dass er wohl weit über 100 Jahre sei. Neuere Quellen nennen eine Zeit um 1830.

1933 lebten in Schlangen 25, in Haustenbeck weitere fünf jüdische Mitbürger. Viele verließen in den kommenden Jahren den Ort, emigrierten teilweise nach England, Holland, Argentinien, Frankreich oder in die USA. Die Zurückgebliebenen wurden deportiert, und so war Schlangen im März 1942 „judenfrei“. Als einziger kehrte Robert Levi, der am 30. März 1942 nach Warschau verschleppt wurde, nach dem Krieg nach Schlangen zurück.

Von den Grabsteinen sind noch 33 erhalten, davon zwei neueren Datums. Die letzte Bestattung erfolgte im Jahr 2007. 1963 wurde auf dem Friedhof ein Denkmal eingeweiht. Es trägt die Inschrift „Den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus der Gemeinde Schlangen“.“

Hier einige Bilder der Führung:

Am Eingang zum Friedhof
Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus in Schlangen
Der Friedhof befindet sich auf einer alten Sennedüne.
Auf dem Friedhof…
… während der Erläuterungen durch den Schlänger Ortsheimatpfleger Heinz Kriete.

Besuche in der näheren Heimat

Herzlichen Dank für den Besuch unserer Homepage! Haben Sie auch schon einmal daran gedacht, andere Heimatvereine zu besuchen? Hier ein paar Tipps für virtuelle Reisen:

Viele Informationen können Sie auf der Homepage unseres Dachverbands, dem Westfälischen Heimatbund finden.

Unsere direkten Nachbarn in Paderborn haben natürlich auch eine eigene, informative Seite.

In Altenbeken gibt es einen eigenständigen Heimatverein. Sehr schön gestaltet ist dort auch eine weitere Webseite zur Heimatpflege.

In Marienloh sind die „Heimatfreunde“ eine Unterabteilung der Schützenbrüderschaft St. Sebastian. Ihre „Heimatbriefe“ sind besonders empfehlenswert.

Unsere lippischen Nachbarn in Schlangen und Horn-Bad Meinberg (ja, in der Egge grenzt Bad Lippspringe auch an diesen Ort!) kann man über die Seiten des Dachverbands des Lippischen Heimatbunds erreichen.

In der Senne grenzen wir auch an die Gemeinde Hövelhof. Hier gibt es einen „plattdeutschen Kreis“, der das „Heimatzentrum OWL“ betreibt.

Bilder der Grünkohlwanderung

Grünkohl-Wanderung-2020
Verpflegungspause am Kleinen Dedinger Heide See, Kaffee und Glühwein haben (fast nicht) gereicht.
« von 8 »

Am 29. Februar wanderten die Bad Lippspringer Heimatfreunde von der Lippequelle bis zum Gasthof Sibille Ostmann in Schlangen. Unterwegs gab es viele naturkundliche und historische Erläuterungen durch Herbert Gruber, den stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins Bad Lippspringe und von Heinz Kriete vom Heimat- und Verkehrsverein Schlangen.

Von der Lippequelle an der Burgruine ging es entlang des Thunebachs, vorbei an den Dedinger Heide Seen und des letzten verbliebenen historischen Flöthgrabens zum Gasthof Sibille in der Ortsmitte Schlangen.

Zweimal überflogen Kraniche, die „Vögel des Glücks“, auf ihrem Weg in den Norden die Gruppe. Und so konnte man am Ende nach zweistündiger Wanderung tatsächlich trockenen Fußes den Gasthof erreichen und dort den hervorragend schmeckenden Grünkohl richtig genießen.

125 Jahre Spar- und Darlehnskasse Schlangen

Am 8.April 1894 gründeten 74 Bürger aus Schlangen, Haustenbeck, Kohlstädt, Oesterholz und Bad Lippspringe den „Schlangener Spar- und Darlehnskassenverein, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht“, die heutige Volksbank Schlangen. Zum 125-jährigen Jubiläum gibt es dazu eine kleine Ausstellung, die noch bis Montag, den 4. November, in der Geschäftsstelle Schlangen besichtigt werden kann. Der Heimatverein wird voraussichtlich in der nächsten Ausgabe seiner Zeitschrift „wo die Lippe springt“ über die Ausstellung und die Geschichte der Bank ausführlich berichten.

Schautafel zur Gründung der Spar- nd Darlehnskasse Schlangen am 8. April 1894.
Erinnerung an die Gründung im Jahr 1894.
Gasthof Koch, erste Geschäftsstelle der Spar- und Darlehnskasse Schlangen.
Die ersten Bankgeschäfte wurden im Gasthof Koch abgewickelt. Hier musste man sich entscheiden, ob man lieber 40% an der Theke konsumieren wollte oder einfach nur 4% Zinsen mitnehmen wollte.