Himmelfahrt: Ein Besuch im Planetarium Münster

„Und der Himmel geht über allen auf“ wird heute in Gottesdiensten gepredigt. Wir laden Sie ein zu einem Ausflug in das Planetarium des Landschaftsverband Westfalen-Lippe nach Münster. Auf der YouTube-Seite des Planetarium werden zurzeit viele schöne Videos angeboten, darunter eine 360°-Grad Show über „Europas Weg zu den Sternen“.

Bei diesem Video sind sie selbst gefragt ein wenig mitzumachen. Ähnlich wie im man im richtigen Planetarium ja auch nicht immer nur in genau die gleiche Richtung schaut, sondern mit seinem Blick am künstlichen Himmel umherschweift, kann man bei diesem Video durch die Steuerung oben links im Video (oder mit der Computermaus) den Blick immer wieder verändern. Schalten sie dafür das Video am besten auf die volle Bildschirmgröße. Probieren Sie es mal aus, es lohnt sich:

Europas Weg zu den Sternen
Foto: ESO/ B. Tafreshi (twanight.org)

16. Mai 2020: Reinigung der Lippequelle

Am Samstag, den 16. Mai 2020, fand auch in diesem Jahr wieder eine Reinigung der Lippequelle statt.

Werner Mader von der Tauchschule Flipper und sein Team mit Daniela, Anton, Daniel und Michael machten sich am Samstagmorgen gleich nach 8 Uhr an die Arbeit.

„In diesem Jahr hatte wir besonders viele Algen“, sagte Werner Mader, der seit drei Jahren die Lippequelle regelmäßig im Frühjahr reinigt. Die Tauchschule bietet in der Westfalentherme in Bad Lippspringe Tauchkurse an, die zur Zeit wegen der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden dürfen. Werner Mader hat sie vor über 30 Jahren gegründet, auch Bürgermeister Andreas Bee hat vor vielen Jahren bei ihm das Tauchen gelernt.

Hier einige Bilder und kleine Videos der Aktion:

Werner Mader (links) mit Daniela, Anton, Daniel und Michael
Harte Arbeit
Arbeitsgerät
Tauchschule Flipper zusammen mit Herbert Gruber, stellvertretender Vorsitzender des Heimatverein Bad Lippspringe
In diesem Teil der Lippequelle spiegeln sich schon wieder Himmel und Wolken.

Und hier noch ein paar kleine Videos, herzlichen Dank dafür an Werner Mader von der Tauchschule Flipper:

Entfernen des Stauwehrs
Noch mehr Arbeit….
Doch dann ist alles okay …
.. und die Algen schwimmen davon.

8. Mai 1945: Kriegsende in Deutschland

Am 8. Mai 1945 ging in Deutschland der Zweite Weltkrieg zu Ende. An vielen Orten wird an diesen Tag erinnert. Die große Wirtschaftskrise Ende der Zwanziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts führte zum Erstarken des Faschismus in Deutschland, welcher für Millionen Menschen Tod und Leid brachte. Möge sich eine solche Geschichte niemals wiederholen!

Die meisten offiziellen Gedenkfeiern zu diesem Tage wurden wegen der Corona-Pandemie angesagt. Auf das Kriegsende in Bad Lippspringe im April 1945 haben wir an dieser Stelle schon hingewiesen. Hier nun ein paar weitere Links zu anderen Berichten oder Online-Ausstellungen:

Der Westfalenspiegel greift das Thema in seiner neuesten Ausgabe und Internetseite auf. In einer ausführlichen Serie berichtet er über viele Erinnerungsorte, darunter auch über den Paderborner Wracktaucher Ulrich Restemeyer, der das Wrack der Wilhelm Gustloff entdeckte.

Das Stadtmuseum in Münster zeigt eine ausführlich Online-Ausstellung zum Kriegsende dort.

Im LWL-Medienshop können sie sich zur Zeit noch kostenlos ein Video herunterladen, das spektakuläre Filmaufnahmen von 1945 zeigt: Als die Amerikaner kamen.

In Berlin ist der 8. Mai 2020 ein offizieller Feiertag. Hier wurde eine aufwendig gestaltete Webseite entwickelt, die mit vielen großformatigen Bildern und 360°-Panoramen auf das Ende des Krieges in der Stadt eingeht.

Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, wer kennt noch dieses schöne Lied?

Veranstaltungen fallen aus, aber Singen kann man auch zuhause. Oder noch besser: bei einem Spaziergang draußen in der frischen Luft. In diesen Tagen natürlich mit Abstand zu anderen. Aber was können wir dankbar sein, dass es bei uns den Kurwald gibt, die Feldmark, die Dedinger Heide Seen, die Lippe und den Strothebach und viele andere Ecken, wo wir draußen sein dürfen.

Und beim Singen dürfen wir dann gerne auch vom Wein, vom Wirt und der weiten, weiten Welt träumen. Wir wünschen Ihnen einen schönen Ersten Mai und viele weitere schöne Tage!

Und übrigens: Vom Wein oder Wirt brauchen Sie nicht nur zu träumen. Viele Restaurants in Bad Lippspringe machen jetzt „außer Haus Verkauf.“ Rufen Sie doch einfach mal an, bestellen Sie etwas und zeigen so Solidarität mit unserer heimischen Wirtschaft!

Im Landesgartenschaugelände

1.
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;
wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
2.
Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.
3.
Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
4.
Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein:
„Herr Wirt, eine Kanne, eine Kanne blanken Wein!“
Ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu.
5.
Und find ich keine Herberg, so lieg ich zu Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.
6.
O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da weht Gottes Odem so frisch in die Brust,
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
wie bist du doch so schön, du weite, weite Welt!

Mehr über dieses schöne Lied von Emanuel Geibel finden Sie bei Wikipedia.

Und noch einmal: Vom Wein oder Wirt brauchen Sie nicht nur zu träumen. Viele Restaurants in Bad Lippspringe machen jetzt „außer Haus Verkauf.“ Rufen Sie doch einfach mal an, bestellen Sie etwas und zeigen so Solidarität mit unserer heimischen Wirtschaft!

Besuche in der näheren Heimat

Herzlichen Dank für den Besuch unserer Homepage! Haben Sie auch schon einmal daran gedacht, andere Heimatvereine zu besuchen? Hier ein paar Tipps für virtuelle Reisen:

Viele Informationen können Sie auf der Homepage unseres Dachverbands, dem Westfälischen Heimatbund finden.

Unsere direkten Nachbarn in Paderborn haben natürlich auch eine eigene, informative Seite.

In Altenbeken gibt es einen eigenständigen Heimatverein. Sehr schön gestaltet ist dort auch eine weitere Webseite zur Heimatpflege.

In Marienloh sind die „Heimatfreunde“ eine Unterabteilung der Schützenbrüderschaft St. Sebastian. Ihre „Heimatbriefe“ sind besonders empfehlenswert.

Unsere lippischen Nachbarn in Schlangen und Horn-Bad Meinberg (ja, in der Egge grenzt Bad Lippspringe auch an diesen Ort!) kann man über die Seiten des Dachverbands des Lippischen Heimatbunds erreichen.

In der Senne grenzen wir auch an die Gemeinde Hövelhof. Hier gibt es einen „plattdeutschen Kreis“, der das „Heimatzentrum OWL“ betreibt.

Upps! Wir haben was vergessen!

Vor 575 Jahren wurden Bad Lippspringe die Stadtrechte verliehen. Ein Jubiläum, das wir diesmal glatt verschlafen haben. Naja, jetzt in den Corona-Zeiten hätten wir es ohnehin nicht feiern können. Aber schön, dass die Zeitung „Westfalenblatt“ daran erinnert. Und 1843 hatte Lippspringe dann die Stadtrechte ja auch wieder verloren, denn in Preußen musste man damals mindestens 2500 Einwohner haben, um die Stdatrechte behalen zu können. Erst am 8. Februar 1921 bekam Bad Lippspringe dann wieder die Stadtrechte zurück.

Und das Hundertjährige Jubiläum dieses Tages werden wir 2021 hoffentlich feiern können. Versprochen!

Frohe Ostern!

Ostern ist normalerweise für uns alle eine Zeit an der wir mit der Familie und unseren Freunden über die Feiertage zusammenkommen. Doch dieses Jahr ist das aufgrund der Corona Pandemie nicht möglich. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen: Gemeinsam überstehen wir das und Solidarität mit unseren Familienmitgiedern und Mitmenschen bedeutet aktuell zu Hause bleiben und die sozialen Kontake – mit Abstand – pflegen!

Sehen Sie hier die Osteransprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zusätzlich mit einer Übersetzerin in Gebärdensprache:

Fernsehansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur aktuellen Lage angesichts der Corona-Pandemie

Bleiben Sie gesund!

1894: Die Stadt brennt

Vor ungefähr 126 Jahren, am Mittwoch, den 11. April 1894, wütete ein großer Brand in unserer Stadt. In der Ausgabe 15 (pdf) unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ hat Fritz Gottesbüren ausführlich über dieses Ereignis berichtet. Wir zeigen Ihnen heute neun damals entstandene Fotografien:

Stadtbrand
Brand in Lippspringe Blick vom Dammhof aus auf Martinstraße, Pastorenhaus und Kirche
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Hoffen wir, dass sich eine solche Katastrophe niemals mehr wiederholen möge. Wir möchten uns mit diesen Bildern insbesondere auch bei allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Lippspringe ganz herzlich für ihren großartigen Dienst bedanken!

„Retten – Löschen – Bergen – Schützen“, mit deutlich über 160 Einsätzen im Jahr 2019 wart ihr beinahe jeden zweiten Tag für uns alle unterwegs.

Dankeschön!

P.S.: 1894 fand das Osterfest schon am 25. März statt. Die Katastrophe ereignete sich also mitten zwischen Ostern und Pfungsten.

3. April 1945: Kriegsende in Bad Lippspringe

1945 fiel der Ostersonntag auf den 1. April. Die amerikanischen Truppen waren von Westen schon bis nach Paderborn vorgedrungen. Das Kriegsgefangenenlager Stalag bei Stukenbrok und das KZ Niederhagen/Wewelsburg wurden am 2. April befreit und offenbarten entsetzliche Greuel.

Der damalige Bürgermeister Wilhelm Lange bleibt abwartend und zögerlich. Da machen sich am Abend des 2. April vier mutige Bürger auf den Weg nach Paderborn: der Kaufmann Franz Rudolphi, der Landwirt Otto Zündorf, der Arzt Heinrich Siepmannsowie der Fabrikant Peter L. Grüber. Mit weißer Fahne ….

Die vollständige Geschichte von der zum Glück kampflosen Übergabe der Stadt lesen Sie in unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ in den Ausgaben Nr. 48 vom April 2005 und in der Ausgabe 18 vom April 1995.

2. April 2020: 75 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers in Wewelsburg

Aus der Webseite dess Kreismuseums Wewelsburg:

Anzeige zum 75. Jahrestag der befreiung des Konzentrationslagers Wewelsburg

Vor 75 Jahren befreiten US-amerikanische Truppen das Konzentrationslager in Wewelsburg. Sie stießen auf 42 Häftlinge, die als sogenanntes Restkommando nach der Auflösung des Hauptlagers KZ Niederhagen/Wewelsburg im April 1943 in Wewelsburg verblieben waren. Mindestens 1.285 Menschen starben in Wewelsburg aufgrund der Gewalt und des Terrors der SS. Wir gedenken der Opfer der SS-Gewalt am 2. April 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers. Anlässlich des Jahrestags stellen wir Ihnen verschiedene Beiträge online zur Verfügung, um an die Opfer des Konzentrationslagers zu erinnern und die historischen Ereignisse kurz vor Kriegsende und in den Monaten danach zu beleuchten.

Gleichzeitig möchten wir auch an den 20. Jahrestag der Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg erinnern. Die Auseinandersetzung mit dem Gedenken an die Opfer ist ein langer, konfliktreicher Weg gewesen. Seit dem 2. April 2000 erinnert ein Mahnmal auf dem ehemaligen Appellpatz des Konzentrationslagers an das Leiden der KZ-Häftlinge. Seitdem findet dort auch jährlich am 2. April eine Gedenkfeier statt, die von dem ebenfalls 2000 gegründeten Verein Gedenktag 2. April – Verein wider das Vergessen und für Demokratie e.V., der Stadt Büren und dem Kreismuseum Wewelsburg durchgeführt wird.

Auf der Webseite des Kreismuseums finden Sie verschiedene Artikel und Bilder zur Geschichte und Befreiung des Konzentrationslagers ganz in unserer Nähe. Aufgrund der aktuellen Situation hat das Kreismuseum auch einen Teil seiner Ausstellung online gestellt.