26. Januar: Vortrag „Unsere Heil- und Flussquellen“

Ein Vortrag von Professor Dr. Wilhelm Hagemann am Freitag, 26. Januar 2024, von 18.30-20.00 Uhr im Haus Hartmann, Kirchplatz 1, im Vortragsraum in der 1. Etage. Der Eingang befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes.

Bad Lippspringe ist das einzige Heilbad in Deutschland, das neben dem Titel „Bad“ auch eine Flussquelle im Namen ausweist. Der Vortrag zeigt maßgeblich anhand von Bildern auf, welche geologischen Besonderheiten hier zu dem Nebeneinander von Heil- und Flussquellen führen. Im Gegensatz zu den Heilquellen (Arminiusquelle, Liboriusquelle, Martinusquelle), deren Wasser aus einem Tiefenreservoir stammt, sprudeln die Flussquellen von Lippe, Jordan und Thune aus deutlich geringeren Tiefen und sind zudem geologisch deutlich jünger.

Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu unserem 40-jährigen Bestehen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bad Lippspringe.

Das andere Ende der Lippe – die Mündung bei Wesel

Der Heimatverein lädt ein zur Kulturfahrt am 24. Juni

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Heimatvereins!

Unsere diesjährige Kulturfahrt findet nach coronabedingten, mehrjährigen Unterbrechungen endlich wieder statt! Los geht es am Samstag, dem 24. Juni um 8:30 Uhr mit einem modernen, klimatisierten Reisebus (inc. Toilette) der Fa. Höber-Reisen. Unser Ziel ist die „Neue Lippe“ bei Wesel.

Nach fünfjähriger Bauzeit wurde die Lippe dort im Mündungsbereich am Rhein aufwändig renaturiert. Aus der begradigten, ehemaligen Betonrinne wurde wieder ein frei fließender Fluß mit einer großen Aue auf einer Fläche von 142 Hektar. Auf die im Jahr 2014 fertiggestellte Maßnahme hat die Tier- und Pflanzenwelt beeindruckend positiv reagiert. Zahlreiche Graugänse, Nilgänse, Kanadagänse, und Höckerschwände brüten hier auf den Wiesen und an den Ufern. Graureiher und Kormorane fischen nach Beute. Auch die Weißstörche sind in großer Zahl wieder heimisch geworden. Viele Lachmöwen sitzen gerne auf den Weidezaun-Pfählen.

Wir besichtigen das Renaturierungsgebiet während einer Kurzwanderung (max. 3 Kilometer). Es ist möglich, mit dem Bus sehr nah heranzufahren.

Rheinpromenade Wesel und historische Eisenbahnbrücke: Direkt an der Weseler Rheinpromenade besichtigen wir die Ruinen der historischen Eisenbahnbrücke Wesel. Die ehemalige Bahnverbindung von Haltern nach Venlo wurde hier von der vor den Alliierten zurückweichenden Wehrmacht am 10. März 1945 gesprengt. Sie wurde nie wieder aufgebaut.

Am anderen Ende der Rheinpromenade genießen wir im Biergarten-Restaurant „Plücker´s Q-Stall“ eine entspannte Mittagspause – wir haben einen großen Tisch reserviert. Die Bestellungen können je nach Geschmack selber ausgewählt werden. Im Umfeld gibt es weitere Biergärten und Eisdielen, so dass alle für ihren Geschmack etwas Geeignetes finden.

Um 16:00 Uhr wartet die „River-Lady“ auf unsere Mitfahrt. Das Fahrgastschiff, das im Stil eines amerikanischen Schaufelrraddanpfers hergerichtet wurde, startet zu einer Rundfahrt auf dem Rhein Richtung Xanten. Hier geht es vorbei an der „Bislicher Insel“, einem Naturschutzgebiet. Seit drei Jahren brütet hier erfolgreich das einzige Seeadler-Paar in ganz NRW. Die Chancen die beeindruckende Vögel fliegen zu sehen, stehen gut! Kurz vor dem Anleger wendet die „River-Lady“ schließlich während der Rückfahrt genau vor der Lippemündung. Das gibt uns die einzigartige Gelegenheit, unsere Lippe nochmal vom Rhein aus zu sehen und in die Mündung in Richtung Bad Lippspringe zurückzublicken.

Wir folgen unseren Blicken und starten zur Rückfahrt um 17:30 Uhr. Der Bus wartet nahe an der Anlegestelle. Gegen 20:00 Uhr sind wir wieder in Bad Lippspringe. 

Für alle Details, Zeiten, Kosten, Anmeldemöglichkeit hier klicken.

Und hier noch ein paar Bilder als Vorgeschmack zur Reise:

Ruine der alten Eisenbahnbrücke
„Lippeschlößchen“
Raddampfer „Riverlady“

Jordanquelle

In unserer Reihe zu den neu aufgestellten Informationsschildern an den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt können wir heute leider nur etwas Betrübliches berichten:

Informationstafel zur Jordanquelle

Unser neue Informationstafel zur Jordanquelle wurde leider kräftig verbogen und mit Aufklebern „verziert“. Doch dies ist nur ein Grund unserer Betrübnis. Den zweiten Grund zeigt unser nächstes Bild:

Die Jordanquelle ist wieder einmal trocken gefallen

Die Jordanquelle hat zur Zeit leider kein Wasser. Da ist kein Sprudeln mehr zu hören, kein frisches Quellwasser mehr zu sehen. Das reicht für keine Taufe mehr.

Das Trockenfallen der Jordanquelle ist kein neues Ereignis. Der Heimatverein hat darauf in der Vergangenheit immer wieder aufmerksam gemacht und Vorschläge zur Verbesserung der Wasserversorgung der Quelle gemacht, zum Beispiel in den Jahren 2014 und 2015. Leider konnten unsere Vorschläge für eine bessere Wasserversorgung der Jordanquelle nicht realisiert werden. Ein ausführliches Gutachten hat gezeigt, dass in trockenen Jahren die Schüttung der Lippequelle nicht mehr ausreicht, um auch die Jordanquelle zu versorgen. Viele Lippspringer kennen die Steinbeke, in der ja auch nur noch in wenigen Monaten des Jahres noch Wasser fließt. Der Jordan macht eine ähnliche Entwicklung.

Würde man tatsächlich die alte Leitung, die beide Quellen bis 1972 verbunden hat, heute reaktivieren (oder eine andere vergleichbare Verbindung schaffen), könnte in den Sommermonaten der dann in der Lippe niedriger werdende Wasserstand kritisch für die dort noch vorkommenden Fische werden. Leider lässt die Tendenz der letzten Jahre mit immer trockeneren und heißeren Sommern keine schnelle Wende erhoffen. Der Klimawandel wird hier ganz real sichtbar. Überdenken wir daher stets unser alle Tun und Handeln. Und geben wir die Hoffnung nicht auf, das im Herbst wieder ausreichend Regen fällt, so dass die Jordanquelle wieder lebendig wird.

Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, wer kennt noch dieses schöne Lied?

Veranstaltungen fallen aus, aber Singen kann man auch zuhause. Oder noch besser: bei einem Spaziergang draußen in der frischen Luft. In diesen Tagen natürlich mit Abstand zu anderen. Aber was können wir dankbar sein, dass es bei uns den Kurwald gibt, die Feldmark, die Dedinger Heide Seen, die Lippe und den Strothebach und viele andere Ecken, wo wir draußen sein dürfen.

Und beim Singen dürfen wir dann gerne auch vom Wein, vom Wirt und der weiten, weiten Welt träumen. Wir wünschen Ihnen einen schönen Ersten Mai und viele weitere schöne Tage!

Und übrigens: Vom Wein oder Wirt brauchen Sie nicht nur zu träumen. Viele Restaurants in Bad Lippspringe machen jetzt „außer Haus Verkauf.“ Rufen Sie doch einfach mal an, bestellen Sie etwas und zeigen so Solidarität mit unserer heimischen Wirtschaft!

Im Landesgartenschaugelände

1.
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;
wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
2.
Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.
3.
Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
4.
Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein:
„Herr Wirt, eine Kanne, eine Kanne blanken Wein!“
Ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu.
5.
Und find ich keine Herberg, so lieg ich zu Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.
6.
O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da weht Gottes Odem so frisch in die Brust,
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
wie bist du doch so schön, du weite, weite Welt!

Mehr über dieses schöne Lied von Emanuel Geibel finden Sie bei Wikipedia.

Und noch einmal: Vom Wein oder Wirt brauchen Sie nicht nur zu träumen. Viele Restaurants in Bad Lippspringe machen jetzt „außer Haus Verkauf.“ Rufen Sie doch einfach mal an, bestellen Sie etwas und zeigen so Solidarität mit unserer heimischen Wirtschaft!

Reinigung der Lippequelle

Für Sonnabend, den 8. Juni 2019, das ist der Samstag vor Pfingsten, ist wieder eine Reinigung der Lippequelle geplant.

Interessierte dürfen dabei gerne zuschauen, wie das Wasser aus dem Quellteich der Lippe abgelassen wird und Taucher dann die Quelle von Unrat und wuchernden Algen reinigen.

Hier ein Bericht mit vielen Bildern über die Aktion von 2018. Der damals gedrehte Film „An den Ufern der Lippe“, von der Quelle in Bad Lippspringe bis zur Mündung bei Wesel in den Rhein, ist übrigens unter diesem Link in der Mediathek des WDR abrufbar.


Freitag, 18. Mai 14 Uhr: Reinigung der Lippequelle

In Abstimmung mit dem Heimatverein wurde von der Stadt am Freitag, 18. Mai 2018, das Wehr der Lippequelle geöffnet und der Quellteich der Lippe gereinigt. Neben Bürgermeister Andreas Bee nahmen Helfer des städtischen Bauhofs sowie Taucher der Tauchschule Flipper aus Bad Lippspringe an diesem Termin teil. Zufällig war auch ein Fernsehteam vor Ort, das für eine Dokumentation des WDR über die Lippe drehte, der Film soll 2019 gezeigt werden.

Hier Bilder der Aktion:

Reinigung der Lippequelle
Reinigung der Lippequelle-09
Nach den Arbeiten spiegelt sich das Kongresshaus wieder frisch im Odinsauge.
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