Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Übergabe der neuen Tafel am Standort des ehemaligen jüdischen Friedhofs an die Öffentlichkeit.

Die neue Tafel steht seit Freitag, dem 6. September 2019, am Ende der Fußgängerzone, Ecke zur Lindenstraße, kurz vor der Touristeninformation mit dem Eingang zum Gartenschaugelände. Damit wird ein weiteres Element der Erinnerungskultur in Bad Lippspringe installiert. In ersten Gesprächen vor Ort gab es positive Rückmeldungen von Passanten. Es zeigte sich in den Gesprächen auch, dass es vielfach nicht mehr bekannt war, dass an dieser Stelle einmal der jüdische Friedhof existiert hatte. Die Installation dieser Info-Tafel steht auch im Zusammenhang mit der Verlegung der Stolpersteine in der Badestadt.

Tafel mit Bild und Beschreibung

Erste Stolpersteine in Bad Lippspringe verlegt

Am Donnerstag, den 10. Juli 2019, wurden in Bad Lippspringe die ersten 20 Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Nach einer kurzen Feierstunde in der Kaiser-Karls-Trinkhalle verlegte der Künstler Gunter Demnig Steine für die ehemaligen Lippspringe Familien Lorch/Magnus, Meyer, Naumann, Abrahams und Lewy.

Stolpersteine
Über 100 Gäste kamen zum Gedenken an die Opfer des Faschismus in der Kaiser-Karl-Trinkhalle zusammen.
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Stolpersteine für Bad Lippspringe

Am 10. Juli ist es soweit: in Bad Lippspringe werden die ersten Stolpersteine verlegt. Stolpersteine sind kleine Tafeln aus Messing auf einem Pflasterstein, auf denen die Namen und Daten von Opfern des Nationalsozialismus eingraviert sind. Sie werden vor den Häusern, in denen diese Menschen zuletzt gewohnt haben, bevor sie inhaftiert, deportiert oder ermordert wurden, in den Bürgersteig eingelassen. Damit das Schicksal dieser Menschen und das unsägliche Leid, das sie erleiden mussten, nicht in Vergessenheit gerät. Und wir somit immer eine Mahnung für die Zukunft vor Augen haben.

Am Mittwoch, den 10. Juli 2019 beginnt die „Verlegungszeremonie“ um 14 Uhr in der Kaiser-Karls-Trinkhalle in Bad Lippspringe, Lange Straße 29a.

Hier kommen wir zusammen, um an die Opfer zu erinnern, bevor dann gemeinsam zum Marktplatz gegangen wird, um den Künstler Gunter Demnig zu erwarten, der um 15 Uhr die Verlegung der ersten fünf Stolpersteine für die Familie Lorch/Magnus durchführen wird. Anschließend werden vier Stolpersteine für die Familie Meyer (Lange Straße 16), vier Steine für familie Naumann (Dammstraße 5), vier Steine für Familie Abrahams (Mühlenflößstraße 8) und drei Steine für Familie Lewy (Detmolder Str. 240) verlegt.

Um Anmeldungen für die Verlegungszeremonie wird per Mail gebeten unter info@stolpersteine-bad-lippspringe.de.

Bereits am Samstag, den 15. Juni, veranstaltet die Arbeitsgruppe Stolpersteine in der Martinskirche in Bad Lippspringe um 19:30 Uhr ein Klezmerkonzert, auf das wir gerne hinweisen. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der Aktion werden gerne gesehen.

„Gegen das Vergessen“

Zum 9. November 2018 hat der Heimatverein Bad Lippspringe eine neue Publikation herausgegeben über die Geschichte jüdischer Familien sowie deren Verfolgung in Bad Lippspringe von 1939 bis 1945.

Titelseite der Sonderausgabe "Gegen das Vergessen" - Ein Beitrag zur Geschichte jüdischer Familien sowie deren Verfolgung in Bad Lippspringe 1939 - 1945
„Gegen das Vergessen“ – Ein Beitrag zur Geschichte jüdischer Familien sowie deren Verfolgung in Bad Lippspringe 1939 – 1945

In der Einleitung zu diesem kleinen Heft heißt es:

Spätestens zu den jährlich stattfindenden Gedenkveranstaltungen zum 9. November stellt man sich die Frage, wie es sein kann, dass friedlich zusammenlebende Menschen praktisch von einem Tag auf den anderen ihre Nachbarn, Bekannten, Freunde bedrohen, diskriminieren und verfolgen. Besieht man sich die Kurstadt Bad Lippspringe, muten einem die geschichtlichen Tatsachen noch viel unverständlicher an. Erst Freund, dann Feind – wie konnte es zu solchen Entwicklungen kommen? Ein Grund, hinter die Kulissen zu schauen und nachzuforschen, wie und ob sich die Juden in Bad Lippspringe integrierten und wie es letztendlich zu den grausamen Pogromen während der Hitlerzeit kam. In Bad Lippspringe mussten jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ab dem Jahr 1933 Ausgrenzung und Entwürdigung erleiden. Von herausgehobener Bedeutung ist es, die Namen der drangsalierten, verfolgten und getöteten Menschen zu nennen, um die Erinnerung stets wachzuhalten. Gegen das Vergessen.

Das Heft wurde zum ersten Mal auf der Gedenkveranstaltung zu den Judenpogromen am 9. November 2018 in Bad Lippspringe verteilt. In Kürze wird es auch an alle Mitglieder verteilt. Weitere Exemplare sind über den Heimatverein, z.B. im Museum, erhältlich.

Sie können das Heft auch hier als pdf herunterladen.

Gedenkveranstaltung zum 9. November 1938 in Bad Lippspringe

Gedenkveranstaltung am 9. November 2017
Auch in diesem Jahr versammelten sich am Abend des 9. Novembers wieder über 40 Bad Lippspringer, um der Vertreibung und Ermordung der Bad Lippspringer Juden durch die Nazis zu gedenken.

Bad Lippspringe. Am 09.11.2017 findet die diesjährige öffentliche Gedenkveranstaltung am Rande des Arminiusparks (Kurparkstraße, Gedenkstein oberhalb des Wasserspielplatzes am Jordan) statt. Beginn ist um 18:00 Uhr. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird an die Ereignisse des 9. November 1938 unter dem Nationalsozialistischen Regime erinnert. Vorgetragen werden ausgewählte Texte und musikalische Einlagen. Es wird daran erinnert, dass es einst jüdisches Leben in Bad Lippspringe gab. Die Namen der von Ausgrenzung und Verfolgung betroffenen Menschen werden bewusst in Erinnerung gerufen. Die Bürgerinnen und Bürger von Bad Lippspringe werden gebeten, an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Es ist eine wichtige gemeinsame Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen. Der Gedenkstein an der Kurparkstraße trägt folgende Inschrift: „Dieser Stein steht zur Erinnerung an die Lippspringer jüdischen Glaubens, denen Rassenwahn und Gewalt Heimat und Leben genommen haben.“ Die Gedenkveranstaltung wird organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Gegen das Vergessen.

Gedenkstein an der Kurparkstraße
Der Gedenkstein an der Kurparkstraße trägt folgende Inschrift: „Dieser Stein steht zur Erinnerung an die Lippspringer jüdischen Glaubens, denen Rassenwahn und Gewalt Heimat und Leben genommen haben.“