Bilder der Kulturfahrt 2018

Im Sommer 2018 führte die Kulturfahrt des Heimatvereins u.a. auf den Kahlen Asten im Sauerland und zur Ruhrquelle. Wir zeigen hier einige Bilder von dieser Fahrt:

Am 23. Juni hatten wir zwar ausgerechnet einen der kältesten Tage des Sommers erwischt, das wirkte sich jedoch nicht auf die gute Stimmung während der Fahrt aus. Ziel und Termin der nächsten Kulturfahrt werden wir rechtzeitig ankündigen. Alle Mitglieder des Heimatvereins sind herzlich eingeladen!

Ein neues Rathaus für Bad Lippspringe

Zur Zeit wird in Bad Lippspringe viel über die Notwendigkeit eines neuen Rathauses diskutiert. Wir haben in unserem Archiv Bilder des ehemaligen Rathauses nahe der Burg und der Lippequelle gefunden und erinnern an die Diskussion um den Neubau des Rathauses nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1950.

Bilder vom alten Rathaus, das bis 1950 der Stadt diente:

Rathaus
Damaliges Rathaus Bad Lippspringe Fassade, ca. 1925
Damaliges Rathaus Bad Lippspringe Fassade, ca. 1925
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Das neue Rathaus konnte am 29. September 1950, also vor genau 68 Jahren, bezogen werden. Die Geschichte zum Neubau am Friedrich-Wilhelm-Weber-Platz hat bereits im September 2000 Klaus Karenfeld in einem Beitrag für unsere Mitgliederzeitschrift „wo die Lippe springt“ (Heft Nr. 34, September 2000) ausführlich beschrieben. Darin heißt es u.a.:

„Die Ortschronik der Jahre 1949/50 durchzieht die anhaltende, ernste Sorge der Bad Lippspringer um die Zukunft ihrer Heimatstadt. Ein unverändert schwerwiegendes Problem, dem sich die örtlich Ver­antwortlichen in Politik und Verwaltung bereits seit Ende des Krieges gegen­über sahen, war die Wohnungsnot. Zwischen 1938 und 1949 – in einem Zeit­raum von elf Jahren also – wuchs die Zahl der hier registrierten Einwohner von 5.800 auf 9.200 rapide an; darunter waren rund 1000 Kriegsevakuierte, Flüchtlinge und Vertriebene… Auf der politischen Prioritätenliste stand deshalb die Ausweisung neuer Wohngebiete an oberster Stelle…. In diese erste konkrete Phase des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg fällt auch die als mutig zu bezeichnende Entscheidung der Stadt Bad Lipp­springe, ein neues Rathaus zu bauen.“

Über den Neubau gab es auch damals Diskussionen im Rat der Stadt „Grundsätzlich unterstützt wurden die Pläne des Stadtdirektors von den Fraktionen der CDU und SPD. Deren Ratsvertreter Heinrich Müller, Adolf Rolf (beide CDU) und Albert Hermanns (SPD) betonten übereinstimmend, dass sich die meisten der von ihnen befragten Bürger eindeutig für ein neues Verwaltungsgebäude ausge­sprochen hätten, nur ein geringer Prozentsatz der Einwohner stehe dem Pro­jekt pessimistisch gegenüber. Bedenken äußerte dagegen der Vertreter des Zentrums, Franz Schmidt. Er räumte zwar ein, dass auch aus seiner Sicht Bad Lippspringe ein neues Rathaus benötige. Zu fragen bleibe aber, ob der Zeitpunkt der richtige sei. Es erscheine seiner Meinung nach zweckmäßiger, in der jet­zigen Situation die veranschlagten knapp 300.000 DM zur Ankurbelung des örtlichen Wohnungsneubaus zu verwenden. CDU-Ratsherr Heinrich Hölscber machte sich ernsthafte Gedanken über den ins Auge gefassten Standort am Friedrich-Wilhelm-Weber-Platz. Und er erinnerte daran, dass dieser Ort vor wenigen Jahrzehnten noch als Friedhof genutzt worden sei.“

Den  kompletten Arikel von Klaus Karenfeld können sie hier als pdf herunterladen.

Wir trauern um Mara Behrens

Wir trauern um unser Mitglied Mara Behrens, die am 25. Juni verstorben ist. Die Trauerfeier findet am Freitag, den 6. Juli um 14 Uhr in der Kapelle des Waldfriedhofs Bad Lippspringe statt, anschließend die Urnenbeisetzung auf dem Evangelischen Friedhof an der Schwimmbadstraße.

Wir möchten aus diesen traurigen Anlaß  hier auf unserer Webseite uns bei allen verstorbenen Mitgliedern bedanken, die auf vielfache Weise unseren Verein aktiv unterstützt haben. Mara Behrens hat nie ein Vorstandsamt im Heimatverein inne gehabt, und doch hat sie sich um unseren Verein und insbesondere um den Aufbau des Heimatmuseums unendlich verdient gemacht. In der Ausgabe 41 vom Dezember 2002 unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ wurde in dem Artikel „Interessante Funde in der Martinstraße“ auf ihr scharfes Auge und segensreiche Wirken hingewiesen.

Auf der Gedenkseite für Mara Behrens des Bestattungsinstituts Klaus Thiele schreibt Michael Velten: „Die Geschichte und Heimatforschung war ein fester Bestandteil ihres Lebens und für die Archäologie war Mara eine grosse Bereicherung. Nun ist sie selbst zum Teil der Geschichte geworden und hat ihre grosse Reise angetreten.“  Dem können wir uns nur anschließen. Wir werden ihr Andenken in Ehren bewahren.

Heft 79 erschienen

Titelseite von Ausgabe 79 "wo die Lippe springt"
Titelseite von Ausgabe 79 „wo die Lippe springt“

Die 79. Ausgabe unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ ist erschienen und wird in diesen Tagen an unsere Mitglieder verteilt.

Wie immer gibt es eine Vielzahl interessanter Artikel:

Hans Christian Schall setzt seine Reihe zum Ersten Weltkrieg fort, der vor hundert Jahren zu Ende ging und vielen Bad Lippspringern das Leben kostete. Joachim Hanewinkel ist Autor eines Beitrags über die Gondesenquelle, außerdem geht es um ein rostbraunes Stahlband, Unterwasserstrahler an der Lippequelle, Familiengeschichten, Bäume, Vögel, Blumen und manches mehr. Es lohnt sich, Mitglied im Heimatverein zu sein und diese Zeitschrift regelmäßig zu bekommen!

Frühere Ausgaben unserer Zeitschrift können Sie übrigens auf dieser Webseite als pdf-Dokumente nachlesen.

7. Mai 1893: Vor 125 Jahren wurde Karl Hansen geboren

Die „Karl-Hansen-Klinik“ kennt in Bad Lippspringe fast jeder, vielleicht nicht von innen, aber der Name und ihr Standort am Arminiuspark ist so ziemlich allen bekannt. Doch wer weiß schon, nach wem diese Klinik benannt worden ist? Wer war Karl Hansen?

Wir zitieren hier aus einem Artikel unserer Zeitschrift „wo die Lippe springt“ vom April 1993, der damals zum 100. Geburtstag von Karl Hansen von Dr. Günther Lincke geschrieben wurde. Wir bringen hier nur einen kleinen Auszug. Im vollständigen Artikel können Sie außerdem lesen, wie die Klinik zu ihrem Namen kam und welche Bedeutung Karl Hansen für viele großartige und bekannte Ärzte in Bad Lippspringe hatte.

Karl Hansen
Karl Hansen (1893 – 1962) (Foto: Archiv Lincke // wo die Lippe springt 12/April 1993 )

Karl Hansen wurde am 7. Mai 1893 in Trier geboren, widmete sich in den Jahren 1911 bis 1919 an mehreren deutschen Universitäten und in Genf dem Studium der Naturwissenschaften und der Medizin und wirkte zunächst entsprechend seiner profunden Grundausbildung als Internist und Neurologe. Fast 25 Jahre lang, von 1932 bis 1957, leitete er dann als Ärztlicher Direktor die Städtischen Krankenanstalten in Lübeck, die sich unter ihm bald vom „Allgemeinen Krankenhaus“ zu einem angesehenen Klinikum und einer viel beachteten Forschungsstätte entwickelten.

1927 begann Hansens Interesse an der Allergie, und seine fruchtbare Forschertätigkeit schlug sich in zahlreichen Einzelveröffentlichungen, Monographien und Büchern nieder. Sein Lehrbuch „Allergie“, für das er als Herausgeber zeichnete, war ein beachtenswertes Standardwerk der inneren Medizin. 1942 war er apl. Professor in Hamburg geworden, 1958, nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, wurde er noch zum Honorarprofessor an der Universität Heidelberg ernannt, wo er durch seine Allergie-Vorlesungen den akademischen Nachwuchs für dieses Gebiet begeisterte. Noch mancher wird sich erinnern, wie er in diesen Jahren mit seinen Studenten den Einladungen der Bad Lippspringer Kurverwaltung zu allergologischen Praktika in der Asthmaklinik und dem Allergie-Forschungsinstitut folgte. Einige Studenten aus diesen Praktika sollten später für einige Zeit als Ärzte in Bad Lippspringe tätig werden.

Hansens Schaffen schlug sich auch in seinem Wirken in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften nieder. Er war Mitbegründer, später Schriftführer und 2. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Allergieforschung, 1956/57 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, später Präsident der Internationalen Gesellschaft für Asthmologie (Interasma), die mit Unterstützung der Kurverwaltung zwei internationale Kongresse in Bad Lippspringe durchführte. Vielen Gesellschaften gehörte er als Ehrenmitglied an, der Portugiesischen, der Französischen, der Argentinischen Allergiegesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.

Den kompletten Artikel finden Sie auf den Seiten 28ff. im Heft 12 unserer Zeitschrift, welches sie hier als pdf herunter laden können.

28. Februar: Die besondere Aktion im Museum

Bad Lippspringe. Der Heimatverein plant eine besondere Aktion im Museum (Haus Hartmann). Geleitet von der Idee eines Bürgermuseums bzw. Bürgerarchivs ruft der Heimatverein dazu auf, besondere Objekte oder Erinnerungsstücke aus Privatbesitz ins Museum zu bringen. Dies können beispielsweise Fotos oder Dokumente sein, aber auch Urkunden, Pläne, Zeichnungen oder Zeugnisse. Es können Briefe, Postkarten, Feldpost oder Andenken und Objekte (gegebenenfalls auch Super-8-Filme oder ähnliches) mit einem besonderen Bezug zur örtlichen Geschichte sein. Die Aktion findet statt am Mittwoch, 28.02.2018, 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Museum Haus Hartmann, Kirchplatz, Bad Lippspringe.

Die Objekte aus Privatbesitz sollen im Museum fotografiert werden – und es soll die dazugehörige Geschichte oder Begebenheit schriftlich dokumentiert werden. Ziel dieser Aktion ist es, den Bad Lippspringer Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, ausgewählte Dokumente oder Objekte entweder an das Museum zu übergeben oder aber Kopien bzw. Fotografien davon anfertigen zu lassen. So kann möglicherweise ein neuer Bereich im Museum entstehen, womit eine Bereicherung der örtlichen Sammlung verbunden wäre. Im Museum könnte somit ein separates Archiv aus besonderen Dokumenten und Objekten aus Bürgerhand aufgebaut werden. Wichtige Einschränkung: Schwere, große Teile können nicht angenommen werden.

Ganz nebenbei ist es am 28. Februar 2018 eine ideale Möglichkeit, auch die gegenwärtige Präsentation im Museum zu besichtigen und sich gegebenenfalls einer Führung anzuschließen. Im Vorfeld der geplanten Aktion ist selbstverständlich auch eine telefonische Kontaktaufnahme möglich, etwa um auftretende Fragen klären zu können: Telefon 05252-6787 oder 05252-974311.

„Wo die Lippe springt“ – Ausgabe 78 erschienen

Die 78. Ausgabe unserer Zeitschrift „Wo die Lippe springt“ ist jetzt im Dezember 2017 erschienen. Das Heft wird zur Zeit an die Mitglieder verteilt und an bekannten Stellen im Ort ausgelegt. Später wird es auch auf unserem Server als pdf zur Verfügung gestellt.

Titelbild der 78. Ausgabe der Zeitschrift "Wo die Lippe springt" vom Dezember 2017
Titelbild der 78. Ausgabe der Zeitschrift „Wo die Lippe springt“ vom Dezember 2017

Neben einem Artikel zur erfolgreichen Landegartenschau in unserer Stadt möchten wir unseren Lesern auch weitere Berichte dieser Ausgabe ans Herz legen. So geht Kreisarchivar Wilhelm Grabe in einer aufwendigen Recherche der Frage nach, wie Bad Lippspringe 1917 zu einer Kanone kam. Kurt Herchenbach blickt auf die Kulturfahrt 2017 zurück und Hans Christian Schall setzt seine Serie zum Ersten Weltkrieg fort.

 

Heimatgebietstag des Paderborner und Corveyer Landes in Bad Lippspringe

Von Herrn Krus, Heimatgebietsleiter der Ortsheimatpfleger für das Hochstift Paderborn und das Corveyer Land., erreichte uns folgender Bericht zum Heimatsgebietstag in Bad Lippspringe, den wir hier gerne veröffentlichen:

 

Am 7. Oktober 2017 fand in Bad Lippspringe der Heimatgebietstag für das Paderborner und Corveyer Land statt. Horst-D. Krus, der Vorsitzende des Heimatgebietes, begrüßte die Heimatfreundinnen und -freunde aus den Kreisen Höxter und Paderborn, die den großen Saal im Parkhotel bis auf den letzten Platz füllten. Anlass für die Wahl der Stadt war die in der Kurstadt stattfindende Landesgartenschau. Die Wahl des Parkhotels als Veranstaltungsort wurde möglich, da der Heimatverein Bad Lippspringe in großzügiger Weise den wesentlichen Teil der Kosten übernahm und die örtliche Zweigstelle der Verbundvolksbank sowie der Kreis Paderborn und die Stadt Bad Lippspringe ihrerseits einen Beitrag dazu leisteten. Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung durch die „Firehouse Stompers“, die Jazz-Band der Feuerwehr.

 

Manfred Müller, Landrat des Kreises Paderborn, wies in seinem Grußwort darauf hin, wie wichtig die Vereine und die Feste und Feiern für die Begegnung der Menschen und den Zusammenhalt im Ort sind. Bürgermeister Andreas Bee konnte berichten, dass die zu Ende gehende Landesgartenschau nicht zuletzt in Anbetracht der die Prognosen übertreffenden Besucherzahl ein voller Erfolg gewesen war, der auch die anfänglichen Skeptiker schnell überzeugt hätte. Das Besondere dieser Landesgartenschau war die Einbeziehung des Waldes in die Gartenschau; denn die Tatsache, dass der Wald unmittelbar an den bestehenden Kurpark und damit an die Stadt angrenzt, stellte die Alleinstellung dar, die den Vorzug vor den Mitbewerbern um die Landesgartenschau 2017 bewirkte. Für den Heimatverein Bad Lippspringe begrüßte der erste Vorsitzende Wilhelm Hennemeyer die Heimatfreunde und stellte mit einem kurzen Abriss die Geschichte und die Aktivitäten seines Vereins dar.

 

Nun schlossen sich die Hauptvorträge an. Zunächst ergriff Dr. Silke Eilers als neue Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes das Wort. Nachdem sie sich als Person vorgestellt hatte, umriss sie ihre Vorstellungen von der zukünftigen Arbeit des WHB.

 

Unter der Überschrift „Quellen machen Geschichte – Historisches über Bad Lippspringe“ berichtete Prof. Dr. Wilhelm Hagemann, der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins, über die wichtigsten Aspekte der Geschichte der Stadt. Dabei maß er dem Begriff „Quellen“ ihren doppelten Sinn zu. Denn sowohl die Wasser- und Heilwasserquellen, die den Ort charakterisieren, wie auch die archivalischen und sonstigen Geschichtsquellen wusste er in ihrer Bedeutung zu würdigen bzw. zu nutzen. Unterstützt durch eine gut eingesetzte Powerpoint-Präsentation kam sein kurzweiliger Vortrag hervorragend beim Publikum an.

 

Nach einem großartigen Mittagsbüffet leitete Prof. Hagemann ebenso kenntnisreich die Stadtführung mit Besuch des Stadtmuseums. Die anderen Teilnehmer nahmen an Führungen durch die Landesgartenschau teil. Getrübt wurde der insbesondere durch die Gastfreundschaft des Heimatvereins Bad Lippspringe rundum gelungene Heimatgebietstag lediglich durch den am Nachmittag einsetzenden Regen.

 

Horst-D. Krus

 

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Lebensmittel Schmidt

Erinnern Sie sich noch an das Lebensmittelgeschäft Schmidt in der Lange Straße?

Hier zwei Fotos, aus eine Zeit, da es noch keine Ampel in Bad Lippspringe gab und die B1 noch mitten durch die Stadt ging.

Heute befindet sich dort das Buch-, Schreib- und Spielwarengeschäft „Literafee“. Und an der Detmolder Straße das Kleidungsgeschäft „Gerry Weber“.

Stadtmitte
Kreuzung Detmolder Straße (B1) / Lange Straße mit dem Lebensmittelgeschäft Schmidt. Noch gibt es keine Ampel in der Stadtmitte, die Straßenbahnschienen sind jedoch schon verschwunden.
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